News

Deutsche Telekom macht Parkplatz, Straßenlampen und das Stadion intelligenter

Auf dem MWC in Barcelona präsentiert die Deutsche Telekom ihre Lösungen zur "Smart City". In Pisa lotst ein Parkleitsystem Autofahrer zu freien Parkplätzen, Straßenlampen sowie ein ganzes Station werden zentral gesteuert.

19.02.2014, 15:57 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Mobilfunk bedeutet nicht mehr nur Anrufe und schnelle Downloads immer und überall. Immer wichtiger wird die Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) sowie die zentrale Steuerung ganzer Netze. Dafür werden Unmengen an Daten gesammelt, die zu intelligenten Entscheidungen führen sollen. Im Rahmen des Mobile World Congress zeigt die Deutsche Telekom in Halle 3 am Stand C114 ihre Lösungen für ein Parkleitsystem, eine zentrale Steuerung von Straßenlampen und ein ganzes Stadion.

Ganz in Nähe des schiefen Turms von Pisa

In der italienischen Stadt Pisa hat die Telekom ein Smart-City-Projekt gestartet. Das neue Parkleitsystem lotst Autofahrer zu freien Parkplätzen. Im Rahmen eines Pilotprojekts bindet die Deutsche Telekom mehrere Parkplätze auf dem Piazza Carrara im historischen Stadtzentrum in ein sensorgestütztes Parkleitsystem ein. Darüber hinaus werden Verkehrsdaten aus der Vergangenheit zur Optimierung des Verkehrsflusses ausgewertet.

Durch die Erweiterung des "Intelligent Transport System" (ITS) um das Parkplatzmanagement wird nicht nur der Verkehrsfluss verbessert, es entstehen auch weniger CO2-Emissionen gemäß dem Energie-Aktionsplan SEAP (Sustainable Energy Action Plan). Allein in Großstädten verursacht die Parkplatzsuche laut Telekom 30 Prozent des Verkehrsaufkommens.

Bewegungen in der Stadt erfassen

Sensoren auf den Parkplätzen prüfen, ob sie frei oder belegt sind und leiten diese Information an eine App weiter, die dann die Nutzer lotst. Auch über ein Webportal lässt sich die aktuelle Parkplatzsituation einsehen.

RFID-Karten ersetzen die Parkausweise, sie müssen aber zuvor beantragt werden. Mittels RFID-Empfängern in der Stadt kann registriert werden, wie sich die Autos bewegen. Die Daten werden für die Stadt- und Verkehrsplanung ausgewertet – allerdings in anonymisierter Form. Auch die Parkgebühr lässt sich mit dem Smartphone bezahlen.

Die Straßenbeleuchtung in Pisa wird ebenfalls effizienter verwaltet. In Kombination mit einer Festkörperbeleuchtung sollen die Stromkosten laut Berechnung der Telekom um bis zu 70 Prozent und die Wartungskosten um bis zu 10 Prozent sinken. Die Stadt hat alle Lampen stets im Blick und kann Störungen sofort erkennen und beheben.

Das intelligente Fußballstadion

Als Teil der "GSMA Connected City" präsentiert die Telekom in Halle 3 an den Ständen 3A11 und 3A31 zudem ein "Smart Stadium". Es soll operative Abläufe von Großveranstaltungen vereinfachen und dem Besucher gezielt Informationen zur Verfügung stellen.

Dafür werden Daten aus allen Teilen des Stadions erfasst, ausgewertet und für datengetriebene Entscheidungen genutzt. Ein Leitsystem der Besucherströme sorgt für kürzere Wartezeiten beim Ticketverkauf oder beim Anstehen an Getränkeständen während der Pausen. Über eine App können Fans außerdem detaillierte Informationen über das Spiel abrufen oder sich beispielsweise erkundigen, wie die aktuelle Verkehrssituation rund um das Stadion ist.

Energieverbrauch senken

Für Veranstalter digitalisiert das "Smart Stadium" sämtliche Aspekte rund um den Stadionbetrieb – von der Sicherheit bis hin zur Wartung der Stadionbeleuchtung. Durch den präziser planbaren Einsatz von Ressourcen lässt sich der Energieverbrauch um zehn Prozent senken. Während der Veranstaltung erkennen automatisierte Videoanalysen Probleme frühzeitig und sorgen für schnellere Reaktionszeiten bei Zwischenfällen.

Ergänzend zu dem Thema Smart City stellt die Telekom in Barcelona weitere M2M-Lösungen rund um die industrielle Automation vor. Dazu gehören vorkonfigurierte Komplettlösungen für Photovoltaikanlagen, Windkraftwerke und für die Versorgung mit Heizöl oder Gas. Es werden auch Lösungen geboten, mit denen sich nahezu jede Maschine aus der Ferne verwalten lässt – Aufzüge, medizinische Geräte oder Fertigungsanlagen.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang