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Deutsche Telekom bläst Verkauf der 11833 ab

Medienberichten zufolge habe zuletzt die US-Gesellschaft Infonxx 550 Millionen Euro geboten. Ein Angebot, das offenbar nicht ausreichte.

14.11.2007, 21:35 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom hat einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf ihres Auskunftsgeschäfts mit der Nummer 11833 abgeblasen. Das erfuhr die "Welt" (Donnerstagsausgabe) aus dem Umfeld des Unternehmens. Damit verzichte der Konzern auf eine Finanzspritze in Höhe von etwa einer halben Milliarde Euro. Aus Konzernkreisen hieß es demnach, in den vergangenen Monaten hätten 20 Interessenten das Verkaufsprospekt angefordert, darunter vor allem Callcenter-Betreiber aus dem In- und Ausland.
Keine ausreichenden Gebote
Medienberichten zufolge habe zuletzt die US-Gesellschaft Infonxx 550 Millionen Euro geboten. Infonxx gehört zu den größten Auskunftsdienstleistern weltweit und war am Ende der einzig verbliebene strategische Investor, der Interesse zeigte. "Wir stehen nicht unter Verkaufsdruck", sagte demnach Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick noch im Oktober. Die Telekom sei finanziell kerngesund.
In der Auskunft beschäftige der Konzern noch etwa 40 Mitarbeiter. Mehrere Hundert Angestellte beantworteten in ausgelagerten Callcentern rund 120 Millionen Anrufe im Jahr. Die 11833 setze jährlich 200 Millionen Euro um und sei äußerst profitabel. In Deutschland halte die Telekom im Auskunftsgeschäft einen Marktanteil von 60 Prozent, die Münchner Telegate komme auf 30 Prozent.

(Hayo Lücke)

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