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Deutsche Post setzt auch auf De-Mail

Etappensieg für die Telekom: Die Deutsche Post wird nun ebenfalls elektronische Kommunikation nach dem De-Mail-Standard anbieten. Am E-Postbrief hält sie trotzdemn fest.

Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Spiel, Satz und Sieg: Die Deutsche Post gibt im Kampf um den sicheren E-Mail Standard klein bei. Auf der auf der Computermesse CeBIT in Hannover erklärte der Konzern nach Angaben von "Financial Times Deutschland" (FTD), man plane bis Dezember ein Angebot nach dem De-Mail-Standard vorzulegen. An dem hauseigenen Produkt, dem "E-Postbrief", werde man allerdings trotzdem festhalten.

Post:E-Postbrief geht auch ins Ausland

Das Logistikunternehmen konnte sich nicht dauerhaft gegenüber dem Konkurrenzprodukt von der Deutschen Telekom und United Internet (1&1, GMX, Web.de) versperren. Nicht zuletzt, da Behörden nur mit gesicherten Produkten kommunizieren dürfen, die dem De-Mail-Standard entsprechen, wenn sie beispielsweise Bußgeldbescheide versenden.

Ihren eigenen Standard hat die Post beim Gesetzgeber nicht durchgesetzt. Die Telekom und die United-Internet-Töchter GMX und Web.de hatten ihre De-Mail-Angebote auf der CeBIT erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Trotzdem bestand Post-Manager Wiegand nach FTD-Angaben auf den Vorteilen des E-Briefes, der seit 2010 im Einsatz ist. So könne man ihn im Unterscheid zur De-Mail auch ins Ausland versenden und Sender und Empfänger seien klar definiert. Außerdem arbeite die Post an einer Online-Identitätsprüfung, die dem Jugendschutz bei Internet-Einkäufen zugute kommen soll.

Preislich hat die De-Mail allerdings die Nase vorn: Sie kostet 39 Cent, während E-Briefe mit 55 Cent zu Buche schlagen. Was die De-Mail der Post kosten soll, ist noch unbekannt.

(Dorothee Monreal)

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