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Deutsche Piratenpartei sticht in See

Auch Deutschland hat seit Sonntag eine Piraten-Partei. Nach dem schwedischen Vorbild "Piratpartiet" setzt sich die Partei unter anderem für das Recht auf Privatkopie und Filesharing ein.

Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com
Am vergangenen Sonntag wurde in Berlin die erste deutsche Piratenpartei offiziell gegründet. Die Partei orientiert sich am schwedischen Vorbild "Piratpartiet", möchte aber differenzierter und vielseitiger auftreten.

Freies Filesharing

Die neugegründete Partei will sich unter anderem für die Meinungsfreiheit und die Privatsphäre aller Menschen in Deutschland einsetzen und nach eigenen Angaben die Auswüchse des Urheber- und Patentrechts zugunsten einer freien Wissensgesellschaft neufassen. Ihr Motto, das die Partei im Internet proklamiert: "Sei frei, sei dabei, Piratenpartei". Eine ihrer politischen Forderungen ist die völlige Freigabe von privatem Filesharing.

Dennoch wollen sich die Anhänger nicht als reine "Filesharing-Partei" verstanden wissen. "Das ist nur der Aufhänger, weil es sehr viele Leute betrifft", sagte Christof Leng, einer der Köpfe der Partei, im Interview mit der "Zeit". Weitere Informationen zu den Zielen der Partei finden sich im "Parteiprogramm".

Ziel: Europawahlen 2009

Die Partei plant im Jahr 2009 zur Wahl des Europäischen Parlaments anzutreten. In Schweden wird es bereits am kommenden Sonntag, 17. September, ernst. Die "Piratpartiet" tritt dort bei der Parlamentswahl an. Um in den schwedischen Reichstag einziehen zu können, muss sie allerdings zunächst einmal die Vier-Prozent-Hürde überwinden.

(Denise Bergfeld)

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