Verivox-Umfrage

Deutsche können am schwersten auf ihr Smartphone verzichten

Vier Wochen Verzicht auf das Smartphone oder die Nutzung von TV und Streaming: Laut einer Umfrage des Online-Vergleichsportals Verivox würde dies vielen Deutschen schwer fallen.

Jörg Schamberg, 21.01.2021, 11:00 Uhr
Mobiles Internet© Syda Productions / Fotolia.com

Auf welche drei Dinge oder Aktivitäten könnten die Deutschen vier Wochen am schwersten verzichten? Dies wollte das Vergleichsportal Verivox im Rahmen einer repräsentativen Umfrage erfahren. 57,3 Prozent der Befragten nannten an erster Stelle das Smartphone. Von dem digitalen Alltagsbegleiter kann sich die Mehrheit der Bundesbürger offenbar selbst für einen Monat nur schwer trennen.

Großteil der Geringverdiener will nur ungern aufs Smartphone verzichten

Für Geringverdiener mit einem Haushaltseinkommen unter 1.500 Euro wäre ein Verzicht auf das Smartphone besonders schwer: 69,6 Prozent von diesen wollte sich nicht von dem Handy trennen. Bei den Befragten aus einkommensstärkeren Haushalten hätten dagegen nur 54,1 Prozent ein Problem mit einem Smartphone-Verzicht.

Verzicht auf Alkohol fällt am leichtesten

Auf dem zweiten Platz folgt Fernsehen bzw. Streaming mit 33 Prozent. Hier liegen die Werte unabhängig vom Einkommen dicht beieinander. Jeweils etwas mehr als ein Viertel der Befragten könnten für einen Zeitraum von vier Wochen nicht auf Süßigkeiten, Autofahren oder Sex verzichten. Am leichtesten fällt den Umfrage-Teilnehmern der Verzicht auf Alkohol: Nur 13,2 Prozent gaben an, dass sie darauf nicht verzichten könnten.

Alle Befragten verfügen über ein Smartphone

Verivox wollte auch wissen, welche Elektronikgeräte die Befragten besitzen. Alle Umfrageteilnehmer verfügten unabhängig vom Einkommen über ein Smartphone. Bei der weiteren Geräte-Ausstattung zeigte sich jedoch, dass Geringverdiener schlechter ausgestattet sind. Rund 78 Prozent der Befragten mit einem Einkommen unter 1.500 Euro besitzen ein Laptop, bei den Umfrageteilnehmern mit höherem Einkommen sind es fast 87 Prozent. Ein Tablet oder ein Smart-TV besitzen über 75 Prozent bzw. 69 Prozent der Gutverdiener, aber nur jeweils rund 51 Prozent der Geringverdiener.

Das Smartphone stelle für über 28 Prozent der Kleinverdiener "den größten Ablenkungsfaktor" dar, bei Besserverdienern ist es dies lediglich für knapp 16 Prozent. Vor allem dient das Smartphone aber für über 60 Prozent aller Befragten als Kommunikationszentrale.

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