Gemeinde Senden

Deutsche Glasfaser: So ist flächendeckender Glasfaserausbau möglich

Die Gemeinde Senden in NRW verfügt nun über ein flächendeckendes Glasfasernetz.. Die Erschließung von über 600 Anschlüssen in den Außengebieten gelang aber nur mit viel eigenem Engagement der Anwohner.

Kabeltrommel© Maimento / Fotolia.com

Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt Schritt für Schritt voran, in immer mehr Orten starten entsprechende Ausbauprojekte. Doch flächendeckend verfügbar sind Glasfaseranschlüsse auch nach Fertigstellung der Projekte vor Ort meist nicht. Leidtragende sind in der Regel Bewohner in den ländlichen Randgebieten der Gemeinden, deren Erschließung nicht wirtschaftlich wäre. Doch es geht auch anders. Der Glasfaser-Provider Deutsche Glasfaser berichtete am Dienstag vom Beispiel der nordrhein-westfälischen Gemeinde Senden. Dank der Kooperation der eigens von Anwohnern für den Glasfaserausbau gegründeten "Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich Senden" (TGAS) mit Deutsche Glasfaser und der Gemeinde konnten die Randlagen von Senden auch mit Glasfaser versorgt werden - bis zum letzten Bauernhof.

Anwohner halfen aktiv beim Tiefbau

Deutsche Glasfaser hatte zunächst vor drei Jahren privatwirtschaftlich den Innenbereich von Senden ans Glasfasernetz angeschlossen. Dabei seien rund 5.000 Glasfaseranschlüsse realisiert worden. Eine Erschließung auch der Außengebiete der Gemeinde sei nicht wirtschaftlich gewesen. Aus diesem Grund hatten Anwohner die Bürgerinitiative "TGAS" in Form eines Vereins gegründet. Ziel war die Glasfasererschließung von über 600 Anschlüssen in den Außenbereichen von Senden.

Jedes Vereinsmitglied zahlte einen Mitgliedsbeitrag von 2.200 Euro. Zudem wurden die Anwohner selbst aktiv bei den erforderlichen Tiefbauarbeiten. "Wir haben nicht lockergelassen und gemeinsam mit der Gemeinde und Deutsche Glasfaser an Lösungen gearbeitet. So haben wir in Eigenregie und mit eigenem Beitrag für über 600 Glasfaseranschlüsse in den Außengebieten den Tiefbau mit unserem Glasfaserpflug übernommen", so Alfons Schräder, Initiator und Vorsitzender der Bürgerinitiative. Auf diese Weise seien über 200 Kilometer Glasfaser im Außenbereich verlegt worden.

Bürgermeister: Senden als Vorbild für andere Kommunen

Da das Ziel des Vereins, der flächendeckende FTTH-Glasfaserausbau, nun erreicht sei, löste sich die Teilnehmergesellschaft jetzt auf. Sebastian Täger, Bürgermeister von Senden, macht anderen Gemeinden Mut: "Ich kann nur dafür werben, dass auch andere Kommunen nachziehen. Machen Sie Glasfaser zur Chefsache und unterstützen Sie innovative und schnelle Ausbauverfahren. Nur so klappt es mit der schnellen Digitalisierung – unsere Heimatgemeinde ist Beispiel dafür."

Günstige Internet-Tarife finden

Jörg Schamberg

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per Notify direkt auf dem Handy. Newsletter per Notify Newsletter per Mail
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup