Auszeichnung mit FTTH-Award

Deutsche Glasfaser erhält Preis für FTTH-Glasfaserausbau auf dem Land

Die Branchenverbände VATM und BREKO loben den Einsatz der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, die in Deutschland bereits FTTH-Netze in 200 Städten und Gemeinden betreibt. Der VATM warnt vor der Strategie "5G first".

Jörg Schamberg, 15.02.2017, 16:10 Uhr
Glasfaser Anschluss© Silvano Rebai / Fotolia.com

Köln/Berlin - Das FTTH Council Europe hat den FTTH-Netzbetreiber Deutsche Glasfaser in der Kategorie Netzbetreiber mit dem FTTH Award 2017 ausgezeichnet. Die Deutsche Glasfaser baut und betreibt reine Glasfasernetze auf Basis von FTTH. Aktuell ist das Unternehmen, das Mitglied im Branchenverband BREKO ist, in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aktiv. Rund 200 Städte verfügen bereits über FTTH-Netze von Deutsche Glasfaser. Die maximale Download-Geschwindigkeit liegt derzeit bei 200 Mbit/s, eine Beschleunigung auf 1 Gbit/s ist zukünftig geplant.

BREKO: Glasfaserausbau ist wirtschaftlich realisierbar

Der BREKO gratulierte der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, die 2011 von der niederländischen Investmentgesellschaft Reggeborgh gegründet wurde. Seit Mitte 2015 ist der Investor KKR mehrheitlich an dem Netzbetreiber beteiligt. "Die Deutsche Glasfaser stellt eindrücklich unter Beweis, dass der Glasfaserausbau in ländlichen Regionen – auch durch die konsequente Nutzung alternativer Verlegetechniken – wirtschaftlich realisierbar ist", sagt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. "Das Geschäftsmodell der Deutschen Glasfaser zeigt, dass der Glasfaserausbau in Deutschland auch für international operierende Investoren mittlerweile sehr attraktiv ist", so Albers weiter.

VATM fordert klares politisches Bekenntnis zum FTTH-Glasfaserausbau

Lob für die Deutsche Glasfaser kommt auch vom Branchenverband VATM: "Mit der Preisvergabe hat das Council eine hervorragende Wahl getroffen", betont VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Der konsequente Ausbau von Glasfaser – auch auf dem Land – müsse auch politisch das Ziel sein.

"Wir brauchen das klare politische Bekenntnis für Glasfaser bis zum Haus und zum Unternehmen in Kombination mit einem klugen Glasfaserausbaukonzept auch für 5G", so Grützner. Die Strategie "5G first", die die Bundesregierung aktuell offenbar bevorzuge, bedeute dagegen weniger potentielle Glasfaserkunden auf den Netzen, weniger Rentabilität und weniger Glasfaserausbau. "Die Deutsche Glasfaser hat seit 2012 eindrucksvoll bewiesen, dass echte Glasfaserverbindungen bis in die einzelnen Haushalte und Unternehmen sehr weit auch ohne Subventionen möglich sind", sagt Grützner. "Dies ist der Weg zur Gigabit-Gesellschaft, den wir in Deutschland beschreiten müssen", fordert der VATM-Geschäftsführer.

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