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Deutsche Führungskräfte wünschen Alternativen zu Google und Facebook

Laut Cyber Security Report 2014 sei die Häufigkeit der IT-Angriffe zwar gegenüber 2013 leicht gestiegen, die Top-Entscheider scheinen sich aber vor allem europäische Alternativen zu Google, Facebook und Co. zu wünschen.

01.11.2014, 11:01 Uhr
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Die Deutsche Telekom hat Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft nach der IT-Sicherheit in ihren Unternehmen befragt. Laut Cyber Security Report 2014 sei die Häufigkeit der IT-Angriffe zwar gegenüber 2013 leicht gestiegen, die Top-Entscheider scheinen sich aber vor allem europäische Alternativen zu Google, Facebook und Co. zu wünschen.

Innereuropäisches Internet

Fast zwei Drittel der Führungskräfte halten den Aufbau von europäischen Alternativen zu den großen amerikanischen Internet- und IT-Unternehmen für geboten. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Abgeordneten sowie Top-Führungskräften in mittleren und großen Unternehmen, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom.

"Das Meinungsbild vor und nach dem NSA-Skandal hat sich vollständig umgekehrt", so Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems. "Noch vor zwei Jahren waren die meisten Führungskräfte der Meinung, Europa bräuchte keine Gegenspieler zu den außereuropäischen Technologiegiganten." Fast zwei Drittel der 621 befragten Top-Entscheider wünschen sich sogar ein innereuropäisches Internet, halten dies jedoch für nicht realisierbar.

Gefährdet sind vor allem die anderen

Der Cyber Security Report 2014 zeigt zudem, dass IT-Angriffe auf deutsche Unternehmen weiter gestiegen sind. 92 Prozent der Unternehmen haben 2014 Angriffe von außen registriert - 14 Prozent täglich, 18 Prozent einmal oder mehrmals in der Woche. Trotzdem fühlen sich nur noch 39 Prozent der Führungskräfte aus Großunternehmen durch Hacker-Angriffe stark oder sehr stark bedroht. 2013 waren es noch 53 Prozent.

60 Prozent der Unternehmen sehen sich gut gegen IT-Gefahren geschützt. Diese Aussage überrascht, denn gleichzeitig sind vier von fünf Führungskräften davon überzeugt, dass IT-Angriffe jedes Jahr einen großen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat die 621 Top-Entscheider aus Politik und Wirtschaft - 109 Abgeordnete und 512 Führungskräfte aus mittleren und großen Unternehmen - im Auftrag der Deutschen Telekom im Zeitraum zwischen dem 18. August und 1. Oktober 2014 telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Die Studie steht zum kostenlosen Download unter telekom.com/sicherheit bereit.

(Peter Giesecke)

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