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Deutsche Bahn macht WLAN in der 1. Klasse kostenlos, ab 2016 im ganzen Zug

Ab Dezember bietet die Deutsche Bahn kostenloses WLAN in der ersten Klasse von ICEs an. 2016 soll dann auch die zweite Klasse folgen.

29.09.2014, 12:16 Uhr (Quelle: DPA)
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Fahrgäste in ICE können ab dem Fahrplanwechsel im Dezember in der ersten Klasse der Deutschen Bahn über WLAN kostenlos im Internet surfen. In der zweiten Klasse werde das kostenlose WLAN voraussichtlich 2016 eingeführt, so Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Montag in Berlin.

Preise steigen im Nahverkehr

Die Deutsche Bahn lässt die Fahrpreise in der zweiten Klasse des Fernverkehrs unverändert, dreht aber im Regionalverkehr an der Preisschraube. Im gesamten Regionalverkehr werden Fahrkarten im Dezember um 1,9 Prozent teurer. In der ersten Klasse des Fernverkehrs kosten Tickets dann 2,9 Prozent mehr.

Kunden, die mit Kreditkarte und dem Internet-Bezahldienst PayPal bezahlen, müssen dafür künftig eine Gebühr entrichten.

Die Bahn erhöht die Ticketpreise damit trotz steigender Energie- und Personalkosten deutlich langsamer als in den Vorjahren. Als einen Grund nannte Homburg die Konkurrenz durch Fernbusse. "Wir wollen unseren treuen Kunden zeigen, dass wir schon mitbekommen haben, dass die Wettbewerbssituation eine andere ist." Die Bahn werde sich aber nicht auf einen Preiskampf einlassen.

Konkurrenz durch Fernbusse

Im Fernverkehr steht die Bahn unter wachsendem Druck der Fernbusse, die häufig zwar langsamer, aber meistens zu niedrigeren Fahrpreisen ans Ziel kommen. Homburg musste im Sommer zugeben, die neue Konkurrenz unterschätzt zu haben, als Anfang 2013 der Markt für Busstrecken über 50 Kilometer geöffnet wurde.

Die Bahn-Fahrpreise waren in den vergangenen Jahren unterm Strich regelmäßig stärker gestiegen als die Teuerungsrate, was meistens mit höheren Energie- und Personalkosten begründet wurde. Schon 2013 aber erhöhte der Konzern im Fernverkehr mit einem Zuschlag von 1,3 Prozent schwächer als im Regionalverkehr, wo Fahrkarten 2,9 Prozent teurer wurden.

Kurz nach der diesjährigen Preisrunde drohen Fahrgästen wieder Streiks. Die Tarifverhandlungen der Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) waren am vergangenen Donnerstag gescheitert.

Weitere Streiks drohen

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Außerdem will sie auch für andere Berufsgruppen bei der Bahn verhandeln dürfen, die bisher von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten werden.

Die Mitglieder der GDL sind zu einer Urabstimmung über weitere Streiks aufgerufen. Am Donnerstag (2.10.) will die GDL das Ergebnis Abstimmung bekanntgeben. Der "Bild"-Zeitung (Samstag) sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky: "Die Beteiligung ist überwältigend. Das heißt: Die Mitglieder stehen voll hinter uns."

(Peter Giesecke)

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