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Details zu Stellenabbau bei Telekom erwartet

Update: Wie angekündigt, wurden die Verhandlungsergebnisse der Kontrahenten jetzt bekannt gegeben. Eine Einigung von Telekom und Verdi kam nicht zustande.

09.02.2006, 16:42 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Nach dem monatelangen Tauziehen um den drastischen Stellenabbau bei der Telekom wollen der Bonner Konzern und die Gewerkschaft Verdi voraussichtlich noch heute Einzelheiten der am Vortag erzielten Einigung mitteilen.
Erklärungsfrist läuft ab
Die Erklärungsfrist beider Seiten zu dem ausgehandelten Kompromiss laufe am Nachmittag ab, sagte ein Verdi-Sprecher in Berlin. Die Deutsche Telekom will sich bis Ende 2008 von 32.000 Mitarbeitern in Deutschland trennen und dadurch 1,7 Milliarden Euro Personalkosten pro Jahr einsparen. Sollten die entsprechenden Gremien der Tarifparteien bis dahin der Einigung zugestimmt haben, will die Gewerkschaft demnach im Anschluss über Details der Übereinkunft informieren. Auch die Telekom werde dann eine Erklärung abgeben, kündigte ein Unternehmenssprecher in Bonn an.
Verdi wollte in den Verhandlungen mit dem Konzern unter anderem einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen über 2008 hinaus durchsetzen. Außerdem forderte die Gewerkschaft bessere Konditionen bei Vorruhestandsregelungen und Abfindungen.
Update: Einigung geplatzt
Die Einigung zwischen der Deutschen Telekom und Verdi über den Abbau zehntausender Stellen ist überraschend am Widerstand der Gewerkschaft gescheitert. Das teilte das Fachgremium von Verdi am Donnerstag nach zweitägiger Diskussion in Berlin mit. Die Gewerkschaft forderte die Telekom auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Zwischen dem Bonner Konzern und Verdi war ein Streit entbrannt, nachdem die Telekom im November angekündigt hatte, sich bis Ende 2008 von 32.000 Mitarbeitern in Deutschland trennen zu wollen.

(Aleksandra Leon)

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