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Der nächste Provider streckt die Waffen nieder

Der harte Preiskampf auf dem DSL-Markt fordert Verluste. Nach AOL und Tiscali will sich nun auch der Internetanbieter Lycos aus dem Internet-Zugangsgeschäft in Deutschland zurückziehen.

08.02.2007, 10:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der harte Preiskampf auf dem DSL-Markt fordert Verluste. Nach AOL und Tiscali will sich nun auch der niederländische Internetanbieter Lycos aus dem Internet-Zugangsgeschäft zurückziehen. Nach dem Verkauf der schwedischen Unternehmenssparte im Januar, soll nun die deutsche folgen. Das gab der Provider heute morgen bekannt.
Verhandlungen laufen
Das Unternehmen verhandelt nach eigenen Angaben mit verschiedenen externen Parteien, die Interesse an einer möglichen Übernahme gezeigt haben. Das Unternehmen habe entschieden, nicht weiter in das Internet-Zugangsgeschäft zu investieren. 19 Millionen Euro bekam Lycos im Januar allein für das schwedische Pendant. Welchen Verkaufspreis Lycos hierzulande anstrebt, ist noch ungewiss.
Seit 1999 bietet Lycos Internetzugänge auf dem deutschen Markt an. Damals starteten die Niederländer mit dem Schmalbandangebot Comundo, 2003 kam Lycos DSL hinzu. Heute verfügt der Provider in Deutschland über 37.900 Breitbandkunden und 23.800 Schmalbandkunden und erwirtschaftet einen Umsatz von rund sechs Millionen Euro im Jahr.

(Denise Bergfeld)

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