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DENIC: Rund 15,6 Millionen .de-Domains registriert

Die Zahl der .de-Domains ist laut DENIC-Statistik im vergangenen Jahr weiter gewachsen, allerdings langsamer als im Vorjahr. Fast eine Million .de-Domains entfallen auf im Ausland lebende Domaininhaber. Auch 2013 zeigte sich weiter ein starkes Ost-West-Gefälle bei der Domainverteilung.

14.03.2014, 16:29 Uhr
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Die Zahl der bei der deutschen Domain-Registrierungsstelle DENIC verzeichneten .de-Domains ist auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen (+ 2,0 Prozent), allerdings langsamer als im Vorjahr (+ 3,7 Prozent). Zudem besteht weiterhin ein starkes Ost-West-Gefälle bei der Verteilung der .de-Domains. Das ist der Domainstatistik für das Jahr 2013 zu entnehmen, die DENIC am Freitag vorstellte. Insgesamt waren zum Ende des vergangenen Jahres rund 15,6 Millionen .de-Domains registriert, eine Zunahme um rund 309.000 Internetadressen gegenüber dem Vorjahr. Statistisch ist fast jeder fünfte Einwohner in Deutschland Inhaber einer .de-Domain.

Metropolen und westdeutsche Länder dominieren

Rund 14,5 Millionen dieser Domains entfielen dabei auf Besitzer in 402 deutschen Städten und Kreisen, 986.000 Domains wurden von Inhabern mit Wohnsitz im Ausland gesichert. Beim Blick auf die absoluten Domainzahlen dominieren erneut die großen Metropolen. Das Feld wird angeführt von Berlin mit 913.564 registrierten de.-Domains gefolgt von Hamburg (598.997) und München (570.532).

Bei Betrachtung der relativen Verteilung gemessen an der Einwohnerzahl liegt dagegen erneut Osnabrück auf dem ersten Platz. Die niedersächsische Stadt konnte ihren Vorsprung sogar noch ausbauen: Ende 2013 kamen statistisch 1.295 .de-Domains auf je 1.000 Einwohner. Die Plätze zwei und drei gehen an zwei bayerische Städte: Memmingen (670) sowie München (414). Bei der Betrachtung der Domainverteilung auf die Landkreise, behaupten sich ebenfalls drei Vertreter aus Bayern auf den vordersten Plätzen. Der Landkreis Amberg-Sulzbach legte auf 923 Domains je 1.000 Einwohner zu, Freising folgt mit 475 vor Starnberg mit 466. Der Bundesdurchschnitt wuchs um zwei Domains auf 177 .de-Domains je 1.000 Einwohner.

Sinkende Domainzahlen in Ostdeutschland - wachsende internationale Nachfrage

Die geringste de.-Domaindichte findet sich erneut in Sachsen-Anhalt (79), auch in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ist die Nachfrage nach solchen Internetadressen mit jeweils 102 Domains vergleichsweise gering. Auf den Stadtstaat Hamburg kommen an der Spitze dagegen 333 Domains je 1.000 Einwohner, die Silber-Medaille geht an Berlin (261), Bronze erhält Bayern (213). Bei der absoluten Betrachtung führt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfallen mit mehr als 3,2 Millionen .de-Domains vor Bayern mit 2,7 Millionen Domains.

In allen westlichen Bundesländern legte die Zahl der Domainregistrierungen zu, in Niedersachsen sogar um 6,8 Prozent. In den meisten östlichen Bundesländern verzeichnete DENIC dagegen einen Rückgang der Domainzahlen. In Sachsen-Anhalt ging die Zahl der Domains mit einem Minus von 21,6 Prozent besonders drastisch zurück.

Die Nachfrage nach .de-Domains aus dem Ausland wächst. Waren Ende 2012 5,7 Prozent des gesamten Domainbestandes auf außerhalb Deutschlands wohnende Domaininhaber registriert, legte dieser Anteil im vergangenen Jahr auf 6,3 Prozent zu. Insbesondere in den USA sind Domains mit der .de-Endung gefragt, 15 Prozent der internationalen .de-Domainregistrierungen entfallen auf die Vereinigten Staaten.

(Jörg Schamberg)

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