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Dell Venue 8 Pro im Hands-on: Die Venue-Serie kehrt mit Tablets zurück

Ausgetüftelt hat Dell ein 8-Zoll- und ein 11-Zoll-Tablet, die sich sowohl an Privatnutzer als auch an Geschäftskunden richten. Entsprechend groß ist das Zubehörsortiment mit Eingabestift, Dock, Schutzhülle, Ständer oder Tastatur. Wir durften die neuen Geräte vor Markstart begutachten, los geht es mit dem Venue 8 Pro.

02.10.2013, 19:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Ende vergangenen Jahres kehrte Dell dem Smartphone-Geschäft den Rücken. Mit diesem Schritt ließ der PC-Hersteller aus den USA auch die entsprechende Produktfamilie Venue auslaufen, die ein Smartphone mit Android-Betriebssystem und als Venue Pro auch eines mit Windows Phone 7 umfasste. Nun kommt die Venue-Serie zurück, das heißt aber nicht, dass Dell wieder auf dem Smartphone-Markt mitmischen möchte. Vielmehr steht die Produktlinie künftig für Tablets, wobei nach wie vor Windows statt Android eingesetzt wird; genauer gesagt, Windows 8.1. Die Venue-Tablets erscheinen in 8 und 11 Zoll. Wir konnten in München bereits vorab einen Blick auf die flachen Windows-8-Rechner werfen. Beginnen wir mit dem Venue 8 Pro.

Bay-Trail-Tablet

Der kleinere Tablet PC mit 8-Zoll-Bildschirm misst 216 x 130 x 9 Millimeter (mm) und bringt weniger als 400 Gramm auf die Waage. Die Prozessorleistung stellt Intel Bay Trail: Eingebaut wird ein Quad-Core-Atom-Prozessor mit 1,7 Gigahertz. Dass der neue Atom zum Einsatz kommt, lässt nicht nur auf eine lange Akkulaufzeit hoffen - laut Dell bis zu acht Stunden -, sondern auch auf einen günstigen Preis. Dazu machte der Hersteller vor Ort aber noch keine Angaben. Des Weiteren wird das kleine Venue-Tablet mit 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und wahlweise 32 oder 64 GB Speicherplatz ausgeliefert. Nachrüsten können Kunden mit einer microSD-Speicherkarte, wobei Exemplare mit bis zu 128 GB akzeptiert werden. Zu den Schnittstellen zählen Micro-USB, Miracast zum drahtlosen Datenaustausch mit einem entsprechend bestückten Fernseher oder Projektor, WLAN und Bluetooth. Optional ist zudem eine Mobilfunk-Version mit HSPA+-Modul erhältlich, das sich auf mobiles Internet beschränkt und demnach keine Telefonie unterstützt. Hierzu kann auf Skype ausgewichen werden.

Das spiegelnde 16:10-Display versammelt 1.280 x 800 Pixel und basiert auf einem IPS-Panel. Der Touchscreen lässt sich auch über einen optionalen Pen ansteuern, um kurze Notizen zu schreiben oder im Business-Bereich Unterschriften entgegenzunehmen. Fotos und Videos in 720p-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde können mit einer 5-Megapixel-Kamera aufgenommen werden. Ein Blitz steht nicht zur Verfügung. Für Videochats bringt Dell eine 1,2-Megapixel-Webcam an.

Erster Praxiseindruck zum Dell Venue 8 Pro Tablet

Das Venue 8 Pro ist gerade noch kompakt genug, um mit einer Hand festgehalten werden zu können. Auch in kleinere Hände passt es hinein. Die Verarbeitung des Musters machte einen soliden Eindruck. Das Display ist von Rand zu Rand nahtlos gestaltet und die Rückseite mit einer matten, samtigen Oberfläche bezogen. Diese macht das Tablet rutschfest. In Deutschland wird das Venue 8 Pro - wie im übrigen Europa - nur in Schwarz zu haben sein, während andere Märkte auch eine rote Version erhalten. Eine gute Wahl hat Dell mit den Tasten getroffen: Die silberfarbenen, länglichen Schalter treten nicht nur optisch von den abgerundeten Kanten hervor, sondern sind auch gut zu erfühlen. Eher unauffällig wurde die Windows-Taste gestaltet. Statt ein großflächiges Windows-Symbol zu verwenden, gleicht der Hersteller das Design an die übrigen Tasten an. Außerdem ist die Taste, die den Kachel-Bildschirm aufruft, nicht am unteren Display-Rand untergebracht, sondern wie ein Power-Schalter an die Oberseite gerutscht. Ob das von Vor- oder Nachteil oder aber völlig unerheblich ist, muss sich in einem längeren Praxistest zeigen. Für den Sound ist ein einzelner Lautsprecher verantwortlich, der hochkant gehalten unten positioniert ist. Wird das Tablet quer verwendet, zum Beispiel für Videos, ertönt der Klang folglich nur nur von einer Seite aus. Um produktiv arbeiten zu können, lässt sich eine Tastatur nachrüsten. Diese gab es in München noch nicht zu sehen, sie soll aber etwas breiter sein als das Tablet lang ist. Ebenfalls als Zubehör erhältlich ist eine Schutzhülle mit Ständer, in der sich auch der Stift verstauen lässt.

Die Bildschirmauflösung klingt zunächst nicht überragend, reicht aber absolut aus, wie wir beim Ausprobieren des Tablets feststellen konnten. Natürlich werden Schriften auf einem Full-HD-Bildschirm schärfer angezeigt, diese wirkten auf dem Venue 8 Pro aber scharf genug. Das zeigte sich auch bereits im Toshiba Encore Hands on auf der IFA. Toshibas Tablet bietet eine identische Auflösung und weist auch in Bezug auf die Hardware-Ausstattung Ähnlichkeiten auf. Es wird im vierten Quartal ab 299 Euro in den Handel kommen.

Der Marktstart für das Dell Venuo 8 Pro ist für den 19. November angesetzt. Ausgeliefert wird der Tablet-PC mit Windows 8.1 32-bit und Microsoft Office Home & Student 2013. Den Preis reichen wir nach, sobald er uns vorliegt. Die Venue-Tablets richten sich sowohl an Privatnutzer als auch an Geschäftskunden. Auch deshalb wird Dell sie unter diesem "neutralen" Markennamen herausbringen, denn während die XPS-Linie vorrangig mit dem Privatbereich verknüpft ist, steht die Latitude-Serie für Business-Geräte.

(Saskia Brintrup)

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