Notebooks

Dell: Latitude E mit Groß-Update und Tablet

Mit Streak und Inspiron Duo ist Dell bereits mit Tablets am Markt vertreten, bald erhalten aber auch Business-Kunden ein eigenes Tablet-Produkt: Die Latitude E-Serie wurde innen wie außen komplett überarbeitet und addiert zu den 12 bis 15 Zoll großen Laptops und einem 13-Zoll-Convertible ein 10-Zoll-Tablet.

08.02.2011, 19:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Im August 2008 stellte Dell die Latitude E-Serie vor – eine komplette Laptop-Linie vom Subnotebook bis zum Desktop-Ersatz für den Job. Im April vergangenen Jahres präsentierte sich das Dell Latitude E in neuen Farben mit aktueller Hardware und blieb dabei den Intel Komponenten treu. Auch die kommende Latitude-Mannschaft der dritten Generation, die Dell am Montag in München zeigte, wird auf Intel Prozessoren basieren: einem Core i3, i5 oder i7 Sandy Bridge. Der Fokus liegt auf der Neugestaltung des Chassis, dessen Rahmen jetzt aus einem Guss gefertigt ist. Außerdem hat Dell auch wieder ein Convertible- und erstmalig ein reines Tablet-Produkt in die Serie eingepflegt.

Dell Latitude E wird stabiler

Ein Unterschied zu den Vorgängermodellen offenbart sich bereits anhand der vier präsentierten Vorseriengeräte: Eine Farbauswahl gibt es diesmal nicht, die Laptops kommen jeweils im schwarz-grauen Gehäuse, das aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung besteht. Im Innern der Latitude E-Reihe wird Kunststoff verwendet. Die Scharniere, die die matten 16:9-Displays in den Größen 12 bis 15 Zoll halten, bestehen aus Stahl und öffnen die Laptops – mit Ausnahme des kleinsten Modells – jetzt bis 180 Grad. Das war zuvor nicht möglich. Änderungen optischer Art zeigen sich außerdem beim vergrößerten Touchpad und der spritzwassergeschützten Tastatur im Metallrahmen, die nun auch erstmalig in der Einsteigerklasse mit einer Hintergrundbeleuchtung zu haben ist. Wie bei den Vorgängern ist bei einigen Modellen auch wieder ein Steuerpunkt inmitten des Tastenfeldes zu finden.

Nvidia Optimus und Intel Sandy Bridge

Ein neuer Bestandteil der weltweit einheitlichen Konfigurationen ist eine Nivdia Optimus Wechselgrafik. Wer mit dem integrierten Intel 3000 Chip nicht auskommt, kann dann zum Grafik-Doppel greifen, das die Wahl der Hardware an die jeweilige Anwendung anpasst. So oder so liefern die Business-Notebooks als Minimum einen digitalen Monitor-Ausgang, was bei der zweiten Generation noch nicht der Fall war. Beim Stichwort Intel Sandy Bridge kreisen die Gedanken zurzeit insbesondere und den Defekt bei den Intel Chips. Dell ist davon insofern betroffen, dass bereits der Multimedia-Desktop-PC XPS 8300, der Vostro 460 sowie die Alienware-Systeme M17x R3 und Aurora R3 mit betroffenen Chips ausgeliefert wurden. Die neue Latitude-Serie hingegen ist noch nicht in die Produktion gegangen und soll, dem aktuellen Stand der Dinge bei Dell zufolge, planmäßig bis Ende Februar gefertigt und ab Anfang März ausgeliefert werden können. Dafür spricht auch das Versprechen des Chipriesen, nachgebesserte Intel Chipsätze bereits zwei Wochen früher als geplant an die PC-Hersteller auszugeben.

SSD und Touchscreen als Option

Die vier gezeigten Vorseriengeräte entsprechen den Modellen, die auch zuerst auf den Markt kommen: Die 14-Zöller E5420 und E6420 und die 15-Zoll-Laptops E5520 und E6520, wobei die 6000er-Geräte robuster sind und hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Staub, Druckunterschiede (für Flugreisende) und Temperaturschwankungen geprüft wurden. Des Weiteren sind sie auch mit einem Touchscreen auszustatten. Bei der Bestückung en detail hat der Kunde verschiedenste Optionen, wobei sich die Wahl der Bildschirmauflösung, einer Webcam (HD oder Full HD) sowie einer SSD statt Festplatte über alle Serienmodelle erstrecken. Wird zur herkömmlichen Festplatte gegriffen, gibt es in jedem Fall einen Sensor zum Schutz bei Erschütterungen. Das später folgende 12-Zoll-Subnotebook E6220 wird, wie in Generation zwei, nur mit einer SSD erhältlich sein und profitiert daher von extra wenig Gewicht. Eine Sonderstellung hat das Latitude XT3; nach XT und XT2 nunmehr der dritte Convertible-PC im 13-Zoll-Format.

Weiter auf Seite 2: Neues Media Bay, XP-Treue und Latitude Tablet-PC.

Das kleinste Modell ist auch das einzige Latitude E ohne erneuertes Media Bay: Über diesen Anschluss kann der Kunde eine zusätzliche Festplatte, ein DVD- oder (später folgendes) Blu-ray-Laufwerk, einen zweiten Akku oder aber ein USB-3.0-Modul anbinden. Somit werden USB-Ports der neuen Generation nur in Form einer Chipsatzerweiterung und nicht als Standard angeboten, was denjenigen Kunden Kosten erspart, die dieses Feature noch nicht benötigen. Erweiterungs-Hardware für das kleinste Subnotebook bietet Dell als externes Zubehör an. Ein Zugang zum Internet ist per Gigabit LAN oder WLAN möglich, auf Wunsch ist außerdem ein 3G-Modul für Verbindungen über UMTS/HSPA eingebaut.

Linux oder Windows

Beim Betriebssystem lässt der aus Texas stammende Konzern den Bestellern freie Hand. Neben Windows 7 in allen Editionen stehen auch noch die älteren Windows-Varianten Vista und XP bereit, da laut Dell immer noch die meisten Geschäftskunden XP einsetzen. Einen Treiber-Support für XP-Systeme sichert Dell bis 2012 zu. Bei den Windows-7-Notebooks interessant zu wissen: Die Instant-On-Funktion Latitude On wird in Generation drei nicht mehr angeboten. Windows-alternativ können Free DOS oder Ubuntu 10.10 gewählt werden.

Ein Dock für 26 Notebooks

Kunden, die bereits Dell Notebooks vergangener Latitude-Generationen verwenden, dürften erleichtert sein, dass sich keine Änderungen bei den Dockingstationen ergeben haben. Laut Dell können nun 26 verschiedene Laptop-Modelle die gleiche Dockingstation verwenden, je nach Unterlinie und Modell sind auch Akkus untereinander austauschbar. Die Energiespender können in unterschiedlichen Kapazitäten geordert werden, hinzu kommen Modelle mit drei statt einem Jahr Dell Garantie.

10-Zoll-Tablet für Business-Kunden

Während die Latitude E Notebooks – dem aktuellen Zeitplan entsprechend – ab März nach und nach bestellbar sind, folgt das komplett neue Zusatzgerät, der Tablet-PC, erst im späteren Verlauf des Jahres. Das Latitude Tablet verfügt über einen 10 Zoll großen Touchscreen und wird auf Windows 7 basieren. Wie das Gerät genau aussehen wird, verriet Dell am Montag noch nicht. Laut Frank Dostal von Dell wird das Latitude Tablet aber ein schickes Business-Produkt werden. Weitere Informationen sowie die Preise der neuen Latitude E Notebooks werden wir schnellstmöglich nachreichen.

(Saskia Brintrup)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang