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Definitiv: Telekom streicht 32.000 Stellen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat die Pläne des Vorstands zum Abbau von 32.000 Arbeitsplätzen bestätigt.

13.12.2005, 00:00 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat die Pläne des Vorstands zum Abbau von 32.000 Arbeitsplätzen gebilligt. Die Entscheidung sei gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter gefallen, teilte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Montagabend mit.
Pläne bestätigt
Die Telekom hatte Anfang November angekündigt, bis 2008 32.000 Stellen streichen und damit 1,7 Milliarden Euro Personalkosten pro Jahr einsparen zu wollen. Gleichzeitig plant der Konzern etwa 6.000 Neueinstellungen vor allem für den Ausbau des Breitband-Geschäftes. Der Vorstand werde nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die Umsetzung des Beschlusses aufnehmen, sagte ein Telekom-Sprecher.
Gegen den geplanten Stellenabbau hatten am Montag alleine vor der Konzernzentrale in Bonn nach Gewerkschaftsangaben mehr als 6.000 Mitarbeiter demonstriert. In Berlin gingen demnach 2.500 Mitarbeiter auf die Straße.
Update: Verdi stellt Forderungen
Nach der Zustimmung des Telekom-Aufsichtsrats zum geplanten Stellenabbau will die Gewerkschaft mit der Konzernspitze nun über die konkrete Umsetzung reden. Verdi erwarte ein Gesprächsangebot der Unternehmensleitung, sagte Gewerkschaftssprecher Jan Jurczyk am Dienstag in Bonn. Er bekräftigte zugleich den Widerstand von Verdi gegen den Stellenabbau.
In den Verhandlungen wolle Verdi unter anderem einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen über 2008 hinaus sowie bessere Konditionen bei Vorruhestandsregelungen und Abfindungen durchsetzen, sagte Jurczyk weiter. "Wir sind gesprächsbereit." Falls die Forderungen der Gewerkschaft jedoch unerfüllt blieben, "würden wir auch gewerkschaftliche Maßnahmen nutzen, um die Telekom an den Verhandlungstisch zu bringen".

(Hayo Lücke)

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