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Defekte Notebook-Akkus lassen Sony bluten

Der Schaden der defekten Notebook-Akkus wird von Sony auf rund 342 Millionen Euro beziffert. Auch die angekündigten Preissenkungen für die PlayStation 3 spielen eine Rolle.

19.10.2006, 15:05 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Wegen des Rückrufs von millionen defekter Laptop-Akkus Laptop-Akkus hat der japanische Elektronikkonzern Sony vor einem massiven Gewinneinbruch gewarnt. Im Geschäftsjahr 2006/2007 werde Sony nicht wie bislang erwartet einen Nettogewinn von 130 Milliarden Yen (873 Millionen Euro) erzielen, sondern nur von 80 Milliarden Yen (533 Millionen Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag in Tokio mit. Damit wurden Vorankündigungen jetzt bestätigt. Die Differenz, rund 50 Milliarden Yen (rund 342 Millionen Euro), kostet das Umtauschprogramm für Laptop-Akkus, das Sony Ende September gestartet hatte.
Auch die PlayStation 3 kostet
Wegen Brandgefahr hatten unter anderem die Laptop-Hersteller Dell, Apple, Toshiba und Lenovo knapp acht Millionen Akkus zurückgerufen. Insgesamt könnten weltweit 9,1 Millionen Sony-Batterien betroffen sein, hieß es. Auch die Preissenkung für die Spielekonsole PlayStation 3 schlage sich in der niedrigeren Gewinnerwartung nieder, erklärte Sony. Die Konsole soll am 11. November auf den Markt kommen und rund 50.000 Yen (333 Euro) kosten. Sony hatte zuvor einen Preis von 63.000 Yen veranschlagt, ihn wegen der Konkurrenz von Nintendo und Microsoft aber noch vor dem Verkaufsstart in Japan gesenkt.
An den Umsätzen wird sich nach Angaben des Elektronikkonzerns nichts ändern. Nach wie vor rechne Sony mit 5,528 Milliarden Euro Umsatz. Der Betriebsgewinn allerdings werde sich sogar von bislang erwarteten 873 Millionen Euro auf 342 Millionen Euro mehr als halbieren, warnte das Unternehmen.

(Hayo Lücke)

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