PIN knacken per Analyse von Bewegungsdaten

"Deep-Spying": Bewegungssensoren der Smartwatch verraten am Geldautomaten eingegebene PIN

Ein IT-Student hat ein von ihm "Deep-Spying" getauftes Verfahren demonstriert, mit dem er per Analyse der Bewegungssensoren von Smartwatches die PIN-Codes von Bankkarten herausfinden konnte.

Jörg Schamberg, 14.01.2016, 12:35 Uhr
GeldautomatVorsicht am Geldautomaten: Eine Smartwatch kann Bewegungsdaten aufzeichnen und die PIN verraten.© Christa Eder / Fotolia.com

Kopenhagen/Hamburg – Seit dem Einstieg von Apple in den Smartwatch-Markt finden die Computeruhren zunehmende Verbreitung. Doch auf Uhren wie der Apple Watch lassen sich nicht nur Apps ausführen. Laut eines Berichts von engadget können Smartwatch-Daten genutzt werden, um die PIN einer Bankkarte herauszufinden. Demnach hat der IT-Student Tony Beltramelli in einem Video demonstriert, wie er durch Analyse der Bewegungs- und Beschleunigungs-Sensoren einer Sony SmartWatch 3 auf die PIN für den Geldautomaten schließen konnte.

Analyse der Bewegungsdaten lassen Rückschluss auf PIN zu

Die Daten der Sensoren hatte Beltramelli per Smartphone LG Nexus 4 in die Cloud geschickt, wo er sie per Deep Learning analysierte. Die Bewegungen, die die Sensoren der Smartwatch während der PIN-Eingabe am Geldautomaten aufzeichnen, lassen Rückschlüsse auf die eingegeben PIN zu. Nicht immer lag er dabei richtig. Doch in 73 Prozent der Versuche sei er mit seinem "Deep-Spying" getauften Spionageversuchen erfolgreich gewesen.

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