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debitel-light geht in die Offensive

Ab 2006 will das Unternehmen schneller wachsen als die Konkurrenz. Dazu wurden namhafte Partner ins Boot geholt.

15.11.2005, 14:53 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Markt der Mobilfunk-Discounter ist noch relativ jung und schon jetzt tobt ein erbitterter Preiskampf. Mit Minutenpreisen von circa 19 Cent war simyo im Mai dieses Jahres gestartet, inzwischen liegen die günstigsten Minutenpreise bei 15 Cent. Und in der Branche wird gemunkelt, dass Angebote mit Preisen von unter 10 Cent schon in Planung seien.
Munter auf dem Markt mischt auch der Anbieter debitel-light mit. Das Tochterunternehmen des Service-Providers debitel bietet für Neukunden ab morgen bereits einen Minutenpreis von nur noch 9 Cent, allerdings nur für die ersten 111 Minuten. Danach werden pro Minute 16 Cent fällig. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen – zumindest mittelfristig nicht. debitel-light-Chef Jörg Kühnapfel erwartet, mit der nächsten Absenkung der Terminierungsentgelte einen weiteren Preisrutsch. Diese Absenkung ist derzeit aber noch nicht in Sicht. Allerdings macht die EU-Wettbewerbsbehörde bereits Druck.
Starke Vertriebspartner
Um nicht nur allein durch fallende Minutenpreise wachsen zu können, hat man sich bei debitel-light entschlossen, die günstigen SIM-Karten nicht nur über das Internet anzubieten. Schon heute wird debitel-light auch bei Media Markt und Saturn angeboten, weitere namhafte Vertriebspartner werden in den kommenden Monaten folgen. So soll es die Prepaid-SIM-Karte in Zukunft auch bei Amazon, in ausgewählten Filialen und auf der Webseite der Baumarkt-Kette Praktiker sowie ab morgen auch unter otto.de zu kaufen geben. Im Otto-Katalog Frühjahr/Sommer 2006 soll das Starterpaket von debitel-light dann auch mit Handys im Bundle angeboten werden. Das Ziel von debitel-light ist eindeutig: ab 2006 schneller wachsen als die Konkurrenz.
"Der No Frills-Discount-Markt im Mobilfunk wird schneller erwachsen als erwartet. Bisher waren es vor allem Pionierkäufer und First Mover, die die günstigen Angebote für sich entdeckt haben – in Deutschland bei allen Anbietern zusammen etwa eine halbe Million. Doch durch das nunmehr erreichte Preisniveau steht eine verstärkte Nachfrage von Otto-Normalverbraucher bevor", ist Kühnapfel überzeugt.
debitel-light-Chef rät auch Vertragskunden zum Wechsel
Gleichzeitig mahnt debitel-light an, dass Millionen deutscher Prepaid-Kunden derzeit zuviel für ihre Telefonate mit dem Handy bezahlen. Dies hätten verschiedene Modellrechnungen ergeben. Die Angebote von debitel-light und anderen Discountern lägen deutlich unter den Tarifen herkömmlicher Prepaid-Angebote. Auch Vertragskunden legt debitel-light-Boss Kühnapfel einen Wechsel zu einem Discounter ans Herz: "Es gibt faktisch keinen Grund mehr, sich nicht aus seinem teuren Mobilfunkvertrag zu befreien und zu einem der neuen Anbieter zu wechseln. Die Preise sind klar niedriger, man zahlt nur für die vertelefonierten Minuten und es gibt seriöse Anbieter mit starken Partnern im Rücken."

(Hayo Lücke)

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