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DDoS-Angriff auf Strato legt Dienste zeitweise lahm

Der Berliner Webhoster Strato ist seit dem frühen Mittwochnachmittag das Ziel einer sogenannten DDoS-Attacke. Das teilte die Telekom-Tochter über ihren Twitter-Kanal mit.

06.04.2011, 16:05 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Berliner Webhoster Strato ist am frühen Mittwochnachmittag das Ziel einer sogenannten DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) geworden. Das teilte die Telekom-Tochter über ihren Twitter-Kanal mit. Seit 13:50 Uhr waren verschiedene Strato-Dienste daher zwischenzeitlich nur eingeschränkt zugänglich; es kam zu Störungen und Ausfällen. Ein ähnlicher DDoS-Angriff war Ende Januar auch auf 1&1 erfolgt.

Gegenmaßnahmen zeigen Wirkung

Die ergriffenen Gegenmaßnahmen zeigten nun aber ihre Wirkung, erklärte Strato-Pressesprecherin Christina Witt gegenüber onlinekosten.de. So seien alle Dienste seit 15:15 Uhr wieder erreichbar. Weitere Informationen zu Hintergrund, möglichen Motiven und Ausmaß stünden allerdings noch nicht zur Verfügung. Es handele sich aber um einen "schweren Angriff". Sobald es Neuigkeiten gäbe, würden diese über Twitter umgehend kommuniziert, so Witt weiter.

Ziel einer DDoS-Attacke ist die Überlastung anvisierter Systeme durch das massenhafte Abschicken von Server-Anfragen bis zum Zusammenbruch. Die dafür nötige Kapazität wird in der Regel durch über Schadsoftware gekaperte Computer bereitgestellt, die zu Botnetzen gruppiert werden. Doch nicht jeder Angriff ist das Werk fremdgesteuerter Bot-Computer: Auch verschiedene Aktivisten-Gruppen bedienten sich in der Vergangenheit koordinierter DDoS-Attacken, um politische Signale zu senden, Aufmerksamkeit für ihre Ziele zu generieren oder den Gegner einzuschüchtern. In diesem Zusammenhang griffen Ende letzten Jahres etwa Wikileaks-Sympathisanten die Websites der Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard an, nachdem diese keine Spenden mehr an die Enthüllungsplattform überweisen wollten.

(Christian Wolf)

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