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Datenschützer nennt Details zu Googles WLAN-Scan

"In den Protokollen ließen sich in dem WLAN-Test übertragene Daten eindeutig wiederfinden", sagte Caspar. "Aufgrund der Bedeutung der Angelegenheit halten wir eine lückenlose Aufklärung für unabdingbar."

03.06.2010, 15:49 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Das Suchmaschinenunternehmen Google hat bei seinen Kamerafahrten für das umstrittene Internetprogramm Street View dauerhaft Daten aus offenen Funknetzen (WLAN) gespeichert. Das teilte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Donnerstag mit. Bei einer ersten detaillierten Überprüfung des Computersystems an Bord eines Kamerawagens habe sich gezeigt, dass für die WLAN-Erfassung sowohl die frei verfügbare Software Kismet als auch ein Google-spezifisches Programm eingesetzt wurden.

Lückenlose Aufklärung soll folgen

"In den Protokollen ließen sich in dem WLAN-Test übertragene Daten eindeutig wiederfinden", sagte Caspar. "Aufgrund der Bedeutung der Angelegenheit halten wir eine lückenlose Aufklärung für unabdingbar." Deshalb benötigten die Datenschützer für die von Google zugelassene Überprüfung nun weitere Informationen, etwa über den Quellcode der eingesetzten Software und letztlich auch eine Festplatte mit Originaldaten.

Wegen der Speicherung privater WLAN-Daten durch Google hat die Staatsanwaltschaft Hamburg bereits Mitte Mai ein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet. Google hatte zuvor eingeräumt, bei seinen Kamerafahrten auch WLAN-Netze katalogisiert zu haben. Daten, die über ungesicherte Netze gesendet wurden, hat Google dabei miterfasst und gespeichert.

(Hayo Lücke)

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