Security

Datenklau: monster.com bezieht Stellung

Eine Auswertung der Kontaktdaten ergab, dass insgesamt 1,3 Millionen Arbeitssuchende, die außerhalb der USA wohnen, von dem Angriff betroffen sind.

24.08.2007, 17:13 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Die Betreiber des Internet-Karriere-Dienstes monster.com haben sich mit einer offiziellen Mitteilung zu den Vorfällen rund um den durch die Experten von Symantec aufgedeckten Datenmissbrauch geäußert. Demnach könne ausgeschlossen werden, dass sensible Kundendaten wie Bankverbindungen direkt von den monster.com-Servern geladen wurden.
"Nur" allgemeine Kontaktinformationen ausgelesen
Vielmehr seien von Hackern vor allem Kontaktdaten, die regulärer Bestandteil eines Lebenslaufes oder einer Bewerbung seien, ausgelesen worden. Es handele sich dabei um allgemeine Kontaktinformationen wie Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Um sich illegalen Zugang zu den Daten zu verschaffen, wurde ein Trojaner eingesetzt, der die Login-Daten von Arbeitgebern für die Monster-Lebenslaufdatenbank ausspähte. Mit diesen gestohlenen Login-Daten verschafften sich die Hacker unerlaubt Zugang zur Monster-Lebenslauf-Datenbank, um die hinterlegten Lebensläufe einzusehen.
Eine Auswertung der Kontaktdaten ergab, dass insgesamt 1,3 Millionen Arbeitssuchende innerhalb Nordamerikas betroffen sind, jedoch nur etwa 5.000 Benutzer in anderen Ländern. Da das Unternehmen momentan den Sachverhalt prüft, kann noch keine feste Aussage darüber gemacht werden, welche Lebensläufe im Einzelnen betroffen sind und ob dies auch Auswirkungen auf die Nutzer der deutschen Plattform www.monster.de hat. Bislang sind jedoch in Deutschland keine Fälle von Datenmissbrauch bekannt geworden.
Zusammenarbeit mit Behörden
Monster Worldwide arbeitet mit Hochdruck an der Bereinigung des Vorfalls und hat nach eigenen Angaben bereits entsprechende Schritte eingeleitet. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit den zuständigen Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden zusammen.

(Hayo Lücke)

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