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Das macht den Strompreis 2011 so teuer

Die Förderung der erneuerbaren Energien treibt 2011 den Strompreis weiter in die Höhe. Rund 500 der 900 Stromversorger verlangen seit dem 1. Januar mehr Geld.

11.01.2011, 10:46 Uhr (Quelle: DPA)
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Die Förderung der erneuerbaren Energien treibt 2011 den Strompreis weiter in die Höhe. Rund 500 der 900 Stromversorger verlangen seit dem 1. Januar mehr Geld. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden muss im Schnitt 66 Euro zusätzlich im Jahr bezahlen, ermittelte das Verbraucherportal Verivox.

Steuern und Abgaben treiben den Strompreis

Dabei machen Steuern und Abgaben rund 40 Prozent des Strompreises aus. 2011 wird er im Schnitt wohl etwa 26 Cent pro Kilowattstunde betragen, die sich laut der Agentur für erneuerbare Energien wie folgt verteilen: 14,55 Cent für Erzeugung, Transport und Vertrieb; 4,17 Cent Mehrwertsteuer; 3,53 Cent Ökoenergie-Umlage; 2,05 Cent Konzessionsabgabe; 1,79 Cent Stromsteuer; 0,03 Cent Umlage im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes.

2010 betrug der Strompreis im Schnitt 24,1 Cent pro Kilowattstunde - die Ökoenergieumlage machte nur rund 2 Cent aus. 2005 lag der Strompreis im Schnitt noch bei 18,2 Cent, die Ökoenergie-Umlage machte dabei 0,7 Cent aus. Von 3,8 Prozent kletterte der Anteil der Öko-Umlage somit wegen des massiven Ausbaus von erneuerbaren Energie wie Wind- und Solarkraft auf 13,6 Prozent in diesem Jahr. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland gibt der Agentur für erneuerbare Energien zufolge 2,5 Prozent seiner Konsumausgaben für Strom aus.

Allerdings: der Einkauf von Strom an der Energiebörse ist für RWE, Eon und Co. in den zurückliegenden Jahren stets günstiger geworden. Diese Einsparungen haben die Unternehmen in der Regel nicht an ihre Kunden weitergegeben. Experten raten deswegen dazu, den Anbieter möglichst bei einer Preiserhöhung zu wechseln.

(Hayo Lücke)

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