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Das Internet sucht verschollenen Milliardär

Steve Fossett, der bekannte Rekordjäger, der unter anderem als erster Mensch die Erde in einem Heißluftballon umrundete, wird seit einer Woche in der Wüste Nevadas vermisst. Jetzt wurde eine große Online-Suche mit Hilfe von Satellitenbildern gestartet.

12.09.2007, 10:13 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Er gilt als einer der bekanntesten Abenteurer und Weltrekordhalter: Steve Fossett. Der 63-jährige Milliardär umrundete zum Beispiel die Erde als erster Mensch in einem Heißluftballon und schaffte es, mit einem speziellen Flugzeug ohne Zwischenstopp einmal um den Globus zu fliegen. Nun kann es aber sein, dass es zu keinem weiteren Rekord durch Fossett kommen wird. Der Amerikaner wird seit über einer Woche in der Wüste von Nevada vermisst.
Vermisst und verschollen
Fossett war am 3. September mit einem einmotorigen Flugzeug von einer Ranch 130 Kilometer südöstlich von Reno gestartet, um die Wüste von Nevada nach einem geeigneten Platz für einen neuen Weltrekordversuch abzusuchen. Der Rekordler kehrte von seiner Suche jedoch nicht zurück. Es wird vermutet, dass Fossett seine Maschine notlanden musste oder irgendwo in einem mehrere tausend Quadratkilometer großen Areal abstürzte. Gegen einen Absturz spricht bisher, dass seine Maschine kein Notsignal sendet, obwohl dies bei einem Aufprall der Fall sein müsste.
Nachdem eine groß angelegte Suchaktion mit mehreren Flugzeugen und Hubschraubern bisher erfolglos verlief, sind nun die Internetnutzer aufgerufen, sich bei der Suche nach Fossett zu beteiligen. Fossetts Freund und Unterstützer Richard Branson, Gründer der Virgin-Gruppe, will Fossett beziehungsweise das verschollene Kleinflugzeug nun gemeinsam mit den Internetriesen Amazon und Google aufspüren.
Satellitenbilder absuchen
Möglich machen sollen es aktuelle Satellitenbilder und die Minijob-Börse Mechanical Turk von Amazon. Internet-Surfer haben auf der Internetseite die Möglichkeit, kleine quadratische Ausschnitte nach Objekten abzusuchen, die irgendwo in der Wüste Nevadas zu finden sind. Jede Parzelle ist mit einer einmaligen Koordinate versehen, Auffälligkeiten können nach einer Anmeldung mit entsprechenden Kommentaren direkt an ein Expertenteam geschickt werden.
Alternativ ist die Suche auch über einen speziellen Layer mit der beliebten Software Google Earth möglich. Wichtig ist, den Layer auch tatsächlich zu installieren, da in Google Earth sonst alte Satellitenbilder angezeigt werden.

(Hayo Lücke)

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