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Das Handy wird zunehmend zum Urlaubsbegleiter

Abhängig vom Urlaubsland und vom Netzbetreiber sind Einsparungen von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu den alten Tarifen möglich. Verband prognostiziert deutlichen Anstieg von privaten Auslandsgesprächen.

06.08.2007, 12:03 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Handy-Telefonate vom Urlaubsort aus nach Deutschland sind in diesem Sommer deutlich billiger: Abhängig vom Urlaubsland und vom Netzbetreiber seien Einsparungen von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu den alten Tarifen möglich, teilte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) am Montag in Köln mit.
Ferien-Specials oft günstiger
Gestützt auf die aktuellen Tarife der vier großen Netzbetreiber von Ende Juli prognostizierte der Verband einen deutlichen Anstieg der Zahl privater Handy-Gespräche vom Ausland aus. Die am 30. Juni in Kraft getretene EU-Verordnung schreibt vor, dass Anrufe aus dem EU-Ausland nach Hause nicht mehr als 58 Cent pro Minute kosten dürfen. Eingehende Anrufe kosten mit Steuern höchstens rund 29 Cent pro Minute.
"Da die neuen EU-Tarife bei einigen Netzbetreibern erst Ende August in Kraft treten, sollten alle Verbraucher, die vorher ihren Urlaub im Ausland verbringen, ihren Anbieter nach meist vorhandenen 'Holiday-Special-Tarifen' fragen", erklärte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Diese seien manchmal sogar noch deutlich günstiger als die EU-Tarife und meist auch über das Internet buchbar. Dabei sollten Reisende laut VATM die Tarifwahl auf jeden Fall von ihrem Nutzungsverhalten abhängig machen. So lohnten sich die monatlichen Grundgebühren mancher Tarife kaum, wenn sich der Handy-Nutzer nur selten oder kurz im Ausland aufhalte.
Mehr private Auslandsgespäche erwartet
Der VATM ist sich sicher, dass die Mobilfunknutzung der Deutschen im Ausland künftig erheblich ansteigen wird, wenn die neuen Tarife am Markt hinreichend bekannt sind. "Allein dadurch, dass Urlauber dann auch eingehende Gespräche entgegennehmen und ihre Mailbox abfragen werden, wird sich das bisherige Gesprächsvolumen mindestens verdoppeln", erklärte Grützner.

(Denise Bergfeld)

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