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Das große Geschäft mit Triple Play

Rund 60 Prozent der Telekommunikationsunternehmen in Deutschland planen, innerhalb der kommenden drei Jahre Geld in Triple Play zu stecken.

23.02.2006, 13:27 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

In den kommenden drei Jahren wollen 60 Prozent der deutschen Telekommunikationsunternehmen in Triple Play investieren. Bis zum Jahr 2010 sollen rund drei Millionen Haushalte hierzulande mit Telefon, Internet und Fernsehen von einem Anbieter versorgt werden. Das geht aus der aktuellen Online-Umfrage "Telco Trend" von Steria Mummert Consulting hervor. Nach Meinung der Experten stimmt auch der voraussichtliche Umsatz positiv: bis 2010 soll dieser bei etwa einer Milliarde Euro liegen.
Spar-Kooperationen
Die Mehrheit der Befragten (72 Prozent) rechnet bei der Einführung von Triple Play mit einer Verschiebung der Marktanteile im Internet-, Fernseh- und Telefonie-Sektor. Dabei bringen sich, so die Marktanalysten, die Kabelnetzbetreiber mit großen Übertragungsraten und attraktiven Konditionen in Stellung. Ein Erfolgsmodell soll aber auch die Zusammenarbeit von Kabelunternehmen und DSL-Anbietern werden. Sie können so ihre Produkte über eine gemeinsame Infrastruktur vertreiben und profitieren von geringeren Netzwerkkosten. Auf der anderen Seite könnten sich Kunden über ein größeres Fernsehprogramm und zusätzliche Filmangebote per Internetabruf freuen.
IPTV mit viel Konkurrenz
Für das Internetfernsehen (IPTV) malt Mummert Consulting hingegen keine so rosige Zukunft. Aus Sicht der Marktanalysten wird es der neue Service im Wettbewerb schwer haben, da bereits ein breites Free-TV-Angebot in Deutschland besteht. Über den Erfolg von Triple Play werden daher die Kooperationsbereitschaft der Anbieter sowie die Angebotsvielfalt entscheiden. Die Informationen stammen aus einer Internet-Trendumfrage, für die zwischen Ende Oktober und Ende November 2005 insgesamt 122 Fach- und Führungskräfte der Telekommunikationsbranche aus Deutschland und der Schweiz befragt wurden.

(Aleksandra Leon)

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