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Cybersex für die breite Masse

Sexwillige Computernutzer sollen zunehmend auf anwenderfreundliche Software zurückgreifen können. Die Welt der Computerspiele verschmelze mit Entwicklungen in der Pornoindustrie, heißt es in einem Pressebericht.

15.06.2006, 08:01 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Cybersex, der Sex in einer vom Computer erzeugten Scheinwelt, wird bald der breiten Masse zugänglich sein: Wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" vorab aus seiner jüngsten Ausgabe berichtet, sollen sexwillige Computernutzer dabei auf zunehmend anwenderfreundliche Software zurückgreifen können. Die Welt der Computerspiele verschmelze mit Entwicklungen in der Pornoindustrie, heißt es weiter.
Bislang war es nicht einfach, in die Cybersex-Gemeinschaften hereinzukommen. Der Nutzer musste sich zunächst einmal eine Figur zurechtschneidern, mit der er im Netz auftrat - von den Geschlechtsorganen der Figur über die Kleidung bis hin zu Aussehen und Bewegung fielen ständig Extra-Kosten an. Die nun heraufziehende Generation der erotischen Onlinespiele werde dagegen schon ein fertiges Menü mit verschiedenen Charakteren, Aussehen, sexuellen Vorlieben und Handlungsmöglichkeiten bieten, aus dem der Benutzer nach Belieben auswählen könne, berichtete die Zeitschrift.
Entwicklung schreitet voran
Bei den Entwicklern der geplanten "Red Light Center"-Software könnten die sogenannten Avatare - die künstlichen Personen - nicht nur Sex haben, sondern auch tanzen, Kunstausstellungen besuchen und ein Sprudelbad nehmen. Noch weiter gehen laut "New Scientist" die Entwickler von "Naughty America" ("Unanständiges Amerika"), indem sie den Cybersex mit Partnerschaftsbörsen verknüpfen: Abonnenten sollen dann - wie bei beim herkömmlichen Online-Dating - einen Fragebogen zu ihrem Wunschpartner ausfüllen, und dann könnten erst einmal ihre Avatare miteinander Sex haben, bevor die beiden echten Menschen dahinter sich kennenlernen.

(Hayo Lücke)

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