Ansturm auf Webseiten

Coronavirus: Wucherpreise im Internet für Atemschutzmasken

Die Sorge vor dem Coronavirus nimmt in Europa stark zu. Die gefragten Mundschutzmasken werden überteuert angeboten - so sie überhaupt noch lieferbar sind. Einen großen Ansturm gibt es auf die Webseiten von Gesundheitsbehörden.

Jörg Schamberg, 26.02.2020, 14:45 Uhr (Quelle: DPA)
Geld© c / Fotolia.com

Die hohe Nachfrage nach Mundschutz- oder OP-Masken zum vermeintlichen Schutz vor dem Coronavirus führt vereinzelt zu extremen Preissprüngen. So bot zum Beispiel ein Händler bei Amazon eine Box mit 50 Gesichtsmasken «mit elastischen Ohrschlaufen weiß 3-lagig» des Herstellers SF am Mittwoch für 95,50 Euro an. Versandapotheken hatten das gleiche Produkt vor kurzem noch für 3,95 Euro im Angebot gehabt - jetzt ist es ausverkauft.

Amazon warnt Händler vor überteuerten Angeboten

Dem US-Internetmagazin "Wired" zufolge hat Amazon einige überteuerte Angebote bereits von seinen Seiten entfernt und Händler gewarnt, keine unangemessenen Preise zu fordern. Ein Amazon-Sprecher sagte in München, Verkäufer setzten ihre Preise selbst fest, aber bei Verstößen gegen die Richtlinien werde Amazon Maßnahmen ergreifen. Ein SF-Mitarbeiter in Berlin sagte auf Anfrage, wegen der hohen Nachfrage habe es Preiserhöhungen gegeben, aber die Masken seien derzeit nicht mehr lieferbar. Das nutzten einige wohl spekulativ aus.

Webserver von Gesundheitsbehörden in Europa überlastet

Nach Coronavirus-Ausbrüchen in Europa haben deutsche Gesundheitsbehörden mit hohen Zugriffszahlen bei ihren Internet-Angeboten zu kämpfen. Vor dem Hintergrund des neuartigen Coronavirus seien die Server überlastet, hieß es am Mittwoch auf Anfrage bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die etwa die Seite www.infektionsschutz.de betreibt. An dem Problem werde gearbeitet.

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin twitterte am Mittwochmorgen: "Der Zugriff auf die RKI-Internetseite ist derzeit eingeschränkt, wegen stark erhöhter Zugriffszahlen. Wir bemühen uns darum, dies so schnell wie möglich zu beheben." Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Dienstag auf Twitter von der eingeschränkten Verfügbarkeit der Startseite der eigenen Webseite berichtet.

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