Amazon, Sony Co.

Coronavirus hat Folgen für MWC: Weitere Unternehmen sagen Teilnahme ab

Weitere große Unternehmen, darunter unter anderem Amazon und Sony, werden wegen des Coronavirus nicht an der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona teilnehmen. Andere treffen Vorsichtsmaßnahmen.

Jörg Schamberg, 10.02.2020, 09:29 Uhr (Quelle: DPA)
Mobile World Congress© GSM Association

Die weltweit führende Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona droht wegen des Coronavirus zu einer Geisterveranstaltung zu werden. Mit Amazon sagte das vierte Großunternehmen seine MWC-Teilnahme ab. "Aufgrund des Ausbruchs und der anhaltenden Besorgnis über das neuartige Coronavirus wird sich Amazon von der Ausstellung und Teilnahme am Mobile World Congress 2020 zurückziehen", heißt es in einer E-Mail von Amazon an das US-Blog TechCrunch.

Ericsson und Nvidia sagen MWC-Teilnahme ab - Einschränkungen bei Samsung

"Da wir größten Wert auf die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Kunden, Partner, Medien und Mitarbeiter legen, haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, uns von der Ausstellung und Teilnahme am MWC 2020 zurückzuziehen", erklärte Sony am Montag.

Zuvor hatten bereits der schwedische Telekomausrüster Ericsson, der südkoreanische Elektronikkonzern LG und der Chiphersteller Nvidia ihre Auftritte am MWC abgesagt. Auch Sony wird nicht nach Barcelona reisen. Der Elektronikriese Samsung will seine Präsenz deutlich verringern, der chinesische Konzern Huawei schickt seine Mitarbeiter für den MWC schon 14 Tage vorab nach Europa, um somit zu verhindern, dass infizierte Personen auf der Messe auftreten.

Der MWC gilt als die weltweit wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche. Der Veranstalter GSMA erwartete zu der Messe mehr als 100.000 Besucher und mehr als 2.800 Aussteller. Die GSMA sagte der BBC, sie habe zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um "den Teilnehmern und Ausstellern zu versichern, dass ihre Gesundheit und Sicherheit unser größtes Anliegen ist". Dazu gehört ein Verbot für alle Reisenden aus der chinesischen Krisenprovinz Hubei. Personen, die sich in China aufgehalten haben, müssten den Nachweis erbringen, dass sie sich 14 Tage außerhalb des Landes aufgehalten haben.

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