App-Download

Corona-Warn-App für Nutzer aus anderen Ländern verfügbar

Die offizielle Corona-Warn-App konnte bisher nur mit einem deutschen Konto in den App-Stores von Apple und Google installiert werden. Jetzt können auch Besucher aus elf weiteren Ländern die App herunterladen und in Deutschland nutzen.

Melanie Zecher, 25.06.2020, 16:09 Uhr (Quelle: DPA)
Europa© jarma / Fotolia.com

Die Corona-Warn-App aus Deutschland kann nun auch von vielen Besuchern aus dem europäischen Ausland heruntergeladen und verwendet werden. Am Donnerstag erschien die Anwendung in elf europäischen Ländern in den jeweiligen App-Stores, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf Twitter mitteilte. Neben den Nachbarn aus den Benelux-Staaten kann die App damit auch von Anwendern aus Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie sich in Deutschland aufhalten.

App mit ausländischen SIM-Karten nutzbar

Das RKI betonte, mit der Verfügbarkeit in den ausländischen Stores richte man sich "sowohl an diejenigen, die dauerhaft in Deutschland leben als auch diejenigen, die sich temporär z.B. im Urlaub hier aufhalten". Aus welchem Land die SIM-Karte des Smartphones stamme, spiele keine Rolle. "Auch bisher schon war die App mit ausländischen SIM-Karten nutzbar."

In Deutschland stieg am Donnerstag die Zahl der Downloads leicht auf 13 Millionen an, das entspricht 15,6 Prozent der Bevölkerung. Wie viele infizierte Nutzer ihren Status in die App eingetragen haben, konnte das RKI nicht beantworten. Dem Robert Koch-Institut liege noch keine konsolidierte Auswertung vor.

Digitalisierung muss noch aufholen

Um die Eingabe eines Infektionsstatus in der App zu erleichtern, sollen nun mehr Arztpraxen darauf vorbereitet werden, die Testergebnisse digital zu versenden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kündigte ein neues Formular für Corona-Tests mit jeweils einem individuellen QR-Code an. Die Formulare können entweder als gedruckte Exemplare bestellt oder über die Software in den Arztpraxen ausgedruckt werden. Das Formular gibt es auch in einer Variante für den öffentlichen Gesundheitsdienst.

Das RKI betonte, mit dem neuen Formular sei eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen worden, dass die positiven Testergebnisse innerhalb der App verifiziert werden können. Darüber hinaus könnten Nutzerinnen und Nutzer der App so schneller als bisher über ein positives Testergebnis informiert werden. Damit könnten sie ihr Verhalten früher anpassen und so verhindern, dass sie weitere Menschen anstecken.

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang