Provider-Ranking

"Connect"-Festnetztest 2017: Telekom vom Thron gestoßen

Wer hat im aktuellen Test der "connect" das beste Festnetz? Die Telekom konnte ihren Spitzenplatz nicht verteidigen. Von den acht getesteten Providern konnte ein regionaler Anbieter besonders überzeugen.

DSL-Provider© i12 GmbH

Haar bei München – Mit großem Aufwand führen das IT-Magazin "connect" und der Netztest-Spezialist zafaco jedes Jahr einen in der Branche viel beachteten Festnetztest durch. Unter die Lupe genommen wurden in diesem Jahr 92 Testanschlüsse an bundesweit 45 Standorten. 16 Testanschlüsse von Deutscher Telekom, Vodafone, 1&1, O2 und Unitymedia sowie vier Anschlüsse der regionalen Anbieter M-net, NetCologne und EWE wurden untersucht. Welche Anbieter konnten in diesem Jahr im Test überzeugen?

Vier Kategorien im Test - fast 1,8 Millionen Messungen

Bewertet wurden die Kategorien Sprache, Daten, Web-Services und Web-TV. Insgesamt seien fast 1,8 Millionen Messungen vorgenommen worden. Erstmals wurden die Testanschlüsse in drei unterschiedlichen Bandbreitenklassen gemessen: Bis 20 Mbit/s, 25 bis 50 Mbit/s sowie 100 Mbit/s und mehr. Positives Ergebnis des Festnetztests: Bei den fünf bundesweiten Providern vergab "connect" ein Mal die Note "sehr gut" und vier Mal ein "gut". Auch bei den drei regionalen Anbietern gab es ein Mal "sehr gut" und zwei Mal "gut". Ausreißer nach unten gab es somit nicht.

1&1 holt sich nach 2015 erneut den Spitzenplatz

An der Spitze der bundesweiten Provider steht nach dem Sieg im Jahr 2015 erneut 1&1 (www.1und1.de/dsl). "Connect" vergab die Note "sehr gut" (428 von 500 Punkten). Im letzten Jahr hatte der Anbieter aus Montabaur dagegen den ersten Platz wieder an die Telekom abgeben müssen. Doch 2017 konnte 1&1 mit guten Sprachleistungen und den besten Verbindungsaufbauzeiten überzeugen. Besonders punkten könne 1&1 in den Bereichen "Daten" und "Video". Der Provider habe sehr gute Antwortzeiten und Upload-Übertragungsraten aufweisen können. Bei Games erzielten die Tester bei 1&1 die schnellsten Pings. Laut "connect" wurde für den Test der WLAN-Router "1&1 Business Server" genutzt, der nahezu baugleich mit der Fritz!Box 7580 ist.

Telekom auf Platz zwei

Die Telekom (www.telekom.de/dsl) musste sich 2017 mit dem zweiten Platz und der Note "gut" (420 von 500 Punkten) begnügen. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Telekom in einigen Bereichen aber sogar gesteigert, andere Werte hätten sich dagegen verschlechtert. Auf Wunsch der Telekom seien die Messungen mit dem neuen Router Speedport W925V vorgenommen worden. Die Telekom biete neben Vodafone unter den bundesweiten Anbietern die besten Sprachleistungen. Bei Gesprächen von und zum eigenen Mobilfunknetz setzte sich der Bonner Konzern an die Spitze. Bei den schnellsten Internetzugängen wies die Telekom die höchsten Upload-Raten auf. Nach 1&1 bot die Telekom Gamern die zweitschnellsten Ping-Zeiten. Schneller sein könnten dagegen die Verbindungsaufbauzeiten in andere IP-Netze. Das WebTV-Angebot der Telekom war das zweitbeste im Test.

Unitymedia verbessert sich weiter

Mit Unitymedia (www.unitymedia.de) landete der erste Kabelnetzbetreiber mit der Note "gut" auf Platz drei (410 von 500 Punkten). Getestet wurde mit der Fritz!Box 6490 Cable. Der Kölner Anbieter habe sich deutlich verbessert, bei Sprachtelefonie gebe es aber noch Schwächen. Auf dem bundesweiten Spitzenplatz liege Unitymedia in der Kategorie "Daten".

Knapp hinter Unitymedia auf dem vierten Platz platzierte sich Telefónica mit seiner Marke O2 (www.o2.de/dsl) mit 406 von 500 Punkten. Die Verbindungs- und Sprachlaufzeiten seien gut, das Ergebnis sei aber durch eine Großstörung am 17. Mai beeinträchtigt worden. Nicht zufriedenstellend gewesen seien langsame Pings bei Spielen sowie lange Video-Antwortzeiten.

Das Schlusslicht der bundesweiten Anbieter bildet Vodafone (Note "gut" und 400 von 500 Punkten). Berücksichtigt wurden sowohl Kabel- als auch DSL-Anschlüsse. Zwar konnte Vodafone (www.vodafone.de/kabel) bei Sprache klar überzeugen, Schwächen gebe es dagegen bei "Daten". Immerhin liegen die Düsseldorfer in dieser Kategorie jedoch noch knapp vor der Telekom.

M-net holt sich den Gesamtsieg im Festnetztest

Bei den regionalen Anbietern konnte M-net sich nicht nur die Note "sehr gut" sichern. Die Münchener holten mit 439 von 500 Punkten auch den Gesamtsieg im "connect"-Festnetztest und konnten sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern. Sowohl im Bereich "Sprache" als auch bei "Daten" lag M-net im Test an der Spitze. Auf dem zweiten Platz folgte NetCologne (417 von 500 Punkten), Rand drei ging an EWE (409 von 500 Punkten).

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Jörg Schamberg

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