News

Cloud ist Trumpf: IBM kauft SoftLayer

Die "Wolke" bleibt trendy: Neben Oracle will auch IBM stärker in die Cloud expandieren - und geht auf Shopping Tour. Diesmal liegt Cloud-Profi SoftLayer im Einkaufskorb.

05.06.2013, 08:17 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Trübe Zeiten erfordern frischen Wind: Hightech-Tanker IBM, derzeit im Hard- und Software-Bereich auf Schlingerkurs, baut sein Cloud-Geschäft weiter aus. Das Unternehmen gab am Dienstag die Übernahme der Firma SoftLayer bekannt, die ihren 21.000 Kunden IT-Ressourcen als Dienstleistung anbietet und dafür 13 Rechenzentren in den USA, Asien und Europa unterhält. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. In diesem Geschäft, das als "Infrastructure as a Service" bezeichnet wird, hat bislang Amazon eine führende Stellung.

Mehr Fokus auf Mietsoftware

"Das ist eine ganz klare Fokussierung und Stärkung, ein konsequenter weiterer Ausbau unseres Cloud-Portfolios", sagte die Leiterin des Cloud-Geschäfts von IBM im deutschsprachigen Raum, Susan Volkmann, der Nachrichtenagentur dpa.

Damit könne den IBM-Kunden die ganze Bandbreite im Cloud Computing besser zur Verfügung gestellt werden als bisher. Ein Schwerpunkt des IBM-Geschäfts in der Cloud, also in der Bereitstellung von IT-Diensten aller Art über das Netz, liegt bei der Mietsoftware, in der Branche als "Software as a Service" bezeichnet.

Auch Oracle hat Cloud im Blick

SoftLayer ist nicht an der Börse notiert, wurde 2005 gegründet und gehörte bislang mehrheitlich dem kalifornischen Investor GI Partners. Das Unternehmen habe sich von Anfang an auf die Bereitstellung von Infrastruktur in der Cloud konzentriert, sagte Volkmann. Mit "Infrastructure as a Service" werde Hardware für den Kunden weniger wichtig, erklärte IBM-Manager Kurt Rindle. "Aber natürlich muss ein Provider in Hardware investieren."

IBM hat eine führende Stellung in der Produktion von Servern, Rechnern für Unternehmen und Hochschulen. Auch der Server-Hersteller Oracle hat in diesem Monat angekündigt, sein Cloud-Geschäft zu forcieren.

IBM mit Sitz in Armonk bei New York hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 4,5 Milliarden Dollar in die Übernahme von mehr als ein Dutzend Cloud-Firmen gesteckt. Jetzt gab IBM auch die Bildung eines eigenen Geschäftsbereichs mit der Bezeichnung Cloud Services bekannt.

Im vergangenen Jahr sei der Umsatz in diesem Bereich um 80 Prozent gestiegen, teilte IBM mit. Bis 2015 sei ein Jahresumsatz im Cloud-Geschäft von 7 Milliarden Dollar zu erwarten.

(Dorothee Monreal)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang