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Chromebook Pixel - Teures Touchscreen-Chromebook vorgestellt

Google treibt seine Vision des Netz-Computers auf die Spitze: Das neue Modell Chromebook Pixel hat eine extrem hohe Auflösung, einen Touchscreen und einen hohen Preis. Mit seinem schlichten Aluminium-Gehäuse nimmt es klar Apples MacBook-Computer ins Visier.

22.02.2013, 08:13 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Google riskiert einen ungewöhnlichen Vorstoß in die Laptop-Oberklasse mit einem Internet-basierten Touchscreen-Notebook. Das neue Chromebook Pixel kostet in den USA ab 1.299 Dollar (985 Euro). Es spielt damit fast in der Preisklasse von Apples MacBook-Modellen mit ähnlich hoher Bildschirm-Auflösung. Allerdings ist das Google-Gerät anders als die meisten anderen Notebooks: Es funktioniert mit dem Betriebssystem Chrome, bei dem Programme und Dateien direkt aus dem Internet abgerufen werden. Das Gerät ist dann weitgehend nur noch das Portal zu Googles Servern.

LTE-Variante wird folgen

Weil die Internet-Verbindung bei diesem Konzept eine Schlüsselrolle spielt, soll es im April auch eine Version mit eingebautem superschnellem LTE-Datenfunk geben - für 1.499 Dollar. Bisherige Chromebook-Modelle waren mit etwa 250 Dollar deutlich günstiger. Allerdings bekommt man mit dem Kauf des Pixel auch einen Terabyte Netzwerk-Speicher bei Google für drei Jahre gratis. Außerdem liefert Google das Gerät in den USA mit zwölf Zugangspässen für Gogo aus. Damit ist das neue Chromebook samt satellitengestütztem Internetzugang auch an Bord von zahlreichen Fluggesellschaften nutzbar.

Das Chrome-Betriebssystem entstand aus dem gleichnamigen Internet-Browser. Als Vorteile nennt Google, dass die Computer sofort einsatzbereit sind und sie sollen durch den hohen Schutz der Google-Server auch sicherer sein. Die radikale Idee des Cloud-Computers gewinnt aber nur langsam Anhänger, die Marktanteile sind bisher gering.

Nach Microsoft mit Windows 8 setzt damit auch Google auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm im Notebook. Apple sträubt sich bei seinen Macs bisher dagegen und argumentiert, dass die Nutzungs-Szenarien bei Tablets und Personal Computern unterschiedlich seien.

Mit einem minimalistischen Gehäuse aus Aluminium zielt das Chromebook Pixel ziemlich klar auf Apple-Notebooks als Rivalen. Zudem bewirbt Google das Gerät als Laptop mit der höchsten Bildpunkt-Dichte auf dem Display. Es hat eine Auflösung von 2.560 x 1.700 Pixeln bei einer Diagonale von 12,85 Zoll (32,6 cm). Das ähnliche große MacBook Pro in der Ausführung mit dem besonders scharfen "Retina"-Display kommt auf 2.560 mal 1.600 Pixel.

Weitere technische Einzelheiten: das Display besteht aus gehärtetem Gorilla Glas, die Tastatur ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und für den Antrieb sorgt ein Intel i5 Dual-Core Prozessor, dessen beiden Kerne mit einer Taktrate von 1,8 Gigahertz arbeiten - flankiert durch vier Gigabyte Arbeitsspeicher und (nur) 32 Gigabyte Flash-Speicher. Google verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu fünf Stunden.

Wann das Gerät in Deutschland verkauft wird, ist unklar.

(Hayo Lücke)

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