Spiele

Chinesische Regierung zieht Internetbremse

In China müssen Internet-Anbieter künftig dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche nicht länger als drei Stunden am Stück im Internet spielen.

10.04.2007, 13:30 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

In China müssen Internet-Anbieter künftig dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche nicht länger als drei Stunden am Stück im Internet spielen. Die kommunistische Führung habe ein entsprechendes Rundschreiben herausgegeben, berichtete die chinesische Presse am heutigen Dienstag.
Kontrolle immer und überall
Die chinesische Regierung will die chinesischen Internetnutzer stärker kontrollieren. Ein System soll künftig die Ausweisnummern überprüfen. Wer länger als drei Stunden im Netz spiele, verliere nach und nach seine virtuellen Gewinne. Dies solle Anreiz dafür sein, sich wieder der Entspannung oder den Hausaufgaben zu widmen. Die Kontrollen sollen ab Juli funktionieren. Auf diesem Weg schränkt die chinesische Regierung aber gleichzeitig die Anonymität im Netz drastisch ein.
Die Jugendpresse in Peking bezweifelte die Wirksamkeit der Maßnahme. Die Jugendlichen könnten sich Passwörter ausleihen und auf diese Weise die Kontrollen umgehen, hieß es. Experten gehen davon aus, dass 2,5 Millionen Menschen in China internetabhängig sind, die meisten von ihnen sind junge Leute.

(Denise Bergfeld)

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