Spiele

China will Online-Zocker vom Bildschirm holen

Eine neue Software soll das Dauerspielen im Internet unterdrücken und vor Spielsucht schützen.

27.08.2005, 11:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Zwar ist die Begeisterung für E-Sports in China noch nicht so groß wie im Zocker-Mekka Südkorea, wo Live-Übertragungen von Starcraft-Matches ganze Stadien füllen, doch die Zahl der Spielsüchtigen steigt auch im Reich der Mitte immens.
Den Hahn abdrehn
Dagegen will die chinesische Regierung jetzt vorgehen und mit einem neuen Gesetz die Zocker vor sich selbst schützen. Betroffen sind primär Spieler von Massive Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPG). Eine neue Software soll Spielcharaktere etwa bei World of Warcraft oder Lineage II nach einer Spielzeit von drei Stunden deutlich abschwächen. Nach fünf Stunden sollen die Fähigkeiten der virtuellen Spielhelden dann noch Mal gemindert werden.
Ab Oktober
Damit will die Regierung zu langes Spielen für die Zocker unattraktiv machen und sie vor dem kompletten Abtauchen in eine virtuelle Welt bewahren. Erst nach fünf Stunden Pause erhält die Spielfigur ihre gesamte Leistungsfähigkeit zurück.
Das System soll im September fertig gestellt und ab Oktober getestet werden. Der Nutzung der Software sollen bereits viele Spiele-Hersteller zugesagt haben.

(Filip Vojtech)

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