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China will gegen Raubkopierer vorgehen

Bill Gates lud Chinas Staatschef Hu zu einer Privataudienz ins Privathaus ein. Hu sicherte zu, den Kampf gegen Produktpiraterie zu verstärken.

19.04.2006, 10:00 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Chinas Staatschef Hu Jintao hat zu Beginn seines Besuchs in den USA einen verstärkten Kampf gegen Produktpiraterie zugesagt. China habe den Schutz der Urheberrechte bereits per Gesetz verstärkt, sagte Hu am Dienstag (Ortszeit) nach einem Besuch bei dem US-Softwarekonzern Microsoft in Redmond bei Seattle.
"In Zukunft werden wir unser Versprechen ernsthaft halten." Microsoft klagt darüber, dass ein großer Teil der in China unter seinem Namen verbreiteten Software gefälscht ist. Der Konzern-Gründer und reichste Mann der Welt, Bill Gates, hatte Hu zuvor in seinem Privathaus zu einem Essen mit hundert Gästen empfangen.
Tiefstapelei
Der Sprecher des chinesischen Patent-Amtes, Wang Ziqiang, räumte in Peking ein, die Volksrepublik werde auch in Zukunft Probleme mit der Software-Piraterie haben. Er wies allerdings Vorwürfe von US-Handelsminister Carlos Gutierrez als "unbegründet" zurück, wonach 70 Prozent der Software auf chinesischen Regierungscomputern gefälscht sein soll.
Am Mittwoch wollte Hu den US-Flugzeugbauer Boeing besuchen. Boeing hatte erst vor einer Woche von den Chinesen einen Auftrag im Wert von umgerechnet knapp vier Milliarden Euro für 80 Maschinen erhalten. Für Donnerstag ist im Weißen Haus in Washington ein Treffen Hus mit Präsident George W. Bush geplant.

(Hayo Lücke)

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