Internet-Kontrolle

China sperrt Zugang zu Apples Online-Diensten

Apples Online-Dienste iBooks und iTunes Movies sind in China gesperrt worden. Offenbar hat hier die staatliche Medienaufsicht ihre Finger im Spiel. Die chinesische Regierung will das Internet noch stärker als bisher kontrollieren.

Melanie Zecher, 23.04.2016, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
iTunesDer Zugriff auf Apple Music soll noch funktionieren, aber Filme können in China nicht mehr abgerufen werden.© Apple

Peking – Apples Angebot an Filmen und elektronischen Büchern ist rund ein halbes Jahr nach dem Start in China eingestellt worden. Nach Informationen der "New York Times" steht die staatliche Medienaufsichtsbehörde hinter der Schließung. Apple äußerte sich nicht zu den Gründen und erklärte am Freitag lediglich, der Konzern hoffe, die Filme und E-Books so schnell wie möglich wieder den Kunden in China anbieten zu können.

Online-Inhalte werden in China streng kontrolliert

Der chinesische Präsident Xi Jinping strebt eine noch stärkere Kontrolle über Online-Inhalte an, das Internet wird bereits rigoros gefiltert. China ist ein extrem wichtiger Markt für Apple, insbesondere weil dort viele iPhones verkauft werden. Der Start des Inhalte-Angebots wurde von anderen westliche Plattformen wie etwa Netflix als Signal interpretiert. Der Streaming-Anbieter ist seit Januar fast überall auf der Welt verfügbar - nur China fehlt als großer Markt noch. Man sei in Gesprächen mit chinesischen Behörden, aber das dauere lange, sagt Netflix-Chef Reed Hastings.

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