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China Mobile bringt das Ophone auf den Markt

Der weltgrößte Mobilfunkbetreiber wird im September in China den iPhone-Konkurrenten von Lenovo auf den Markt bringen. Apple verhandelt noch mit dem Wettbewerber China Unicom.

05.08.2009, 14:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

China ist mit rund 700 Millionen Mobilfunkkunden der weltgrößte Handymarkt. Der Anteil von Smartphones, die für den Mobilfunk der dritten Generation gerüstet sind, liegt aber bei nur zehn Prozent. Jetzt will der weltgrößte Mobilfunkbetreiber China Mobile den iPhone-Konkurrenten Ophone auf den chinesischen Markt bringen.
Apple verhandelt noch
Das vom Computerkonzern Lenovo hergestellte Smartphone soll Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge bereits im September in den Verkauf kommen. Derweil fehlt Apple in China immer noch ein Vertriebspartner für sein iPhone. Mit China Mobile hatte sich der US-Konzern nach langen Verhandlungen nicht einigen können, jetzt soll mit China Unicom der zweitgrößte Provider des Landes ins Boot geholt werden. Eine Einigung über die exklusiven Vermarktungsrechte für drei Jahre gäbe es aber noch nicht, laut FTD werde aber mit einer Markteinführung zeitgleich zum landesweiten Start der 3G-Mobilfunkdienste im Herbst gerechnet.
Mit dem iPhone hätte die Nummer zwei auf dem chinesischen Markt gute Chancen, junge Mobilfunkkunden, die für entsprechende Umsätze beim mobilen Datenverkehr sorgen, vom Marktführer wegzulocken. Mit dem Ophone von Lenovo und laut Branchenkennern auch einer abgewandelten Version des Android-Smartphones HTC Magic will China Mobile dagegenhalten. Auch das Ophone basiert auf dem Google-Betriebssystem, das aber für spezielle Anwendungen des Providers abgeändert wurde.
Ophone für rund 400 Euro
In der Branche werde mit einem Preis von über 4.000 Yuan, umgerechnet rund 400 Euro, für das Lenovo-Smartphone gerechnet. Dies entspräche laut FTD ungefähr dem derzeitigen Graumarktpreis für das iPhone. In Verbindung mit Mobilfunkverträgen könnte China Mobile das Gerät aber mit bis zu 2.000 Yuan subventionieren.

(Michael Posdziech)

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