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Chef von Sky Deutschland geht - Brian Sullivan kommt

Mark Williams, Chef von Sky Deutschland, verlässt das Unternehmen zum 31. März 2010 aus persönlichen Gründen. Ein gebürtiger Amerikaner übernimmt das Ruder.

02.12.2009, 20:16 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Zunächst war es nur ein Gerücht, nun ist es Gewissheit: Mark Williams, Chef von Sky Deutschland, verlässt das Unternehmen zum 31. März 2010. Er hatte den Posten des Vorstandsvorsitzenden erst im September vergangenen Jahres als Nachfolger von Michael Börnicke übernommen, legt sein Amt nun aber aus persönlichen Gründen nieder. Das gab Sky am Mittwochabend in München bekannt.
Pay-TV-Experte aus England kommt
Nachfolger wird Brian Sullivan, der momentan noch als Manager bei British Sky Boradcasting (BskyB) tätig ist. In einem Team aus mehr als 10.000 Mitarbeitern verantwortet er eine ganze Reihe von Aufgaben: Kundengewinnung und Kundenbindung, Produktstrategie und -entwicklung, Kunden- und Außendienst sowie Marktforschung. Zum Jahreswechsel wird Sullivan bereits sein Quartier bei Sky in München beziehen und in einer dreimonatigen Übergangsphase als stellvertretender Vorstandsvorsitzender agieren. Ab April 2010 soll er dann das alleinige Sagen bei Deutschlands führendem Pay-TV-Sender haben.
Laut Markus Tellenbach, Aufsichtsratsvorsitzender von Sky Deutschland, habe Mark Williams den Wunsch geäußert, "wieder mit seiner Familie zusammen sein zu wollen". Er sei unter außergewöhnlichen Umständen an Bord gekommen und habe viel für das Unternehmen erreicht. Unter anderem habe Williams eine Sicherheitslücke geschlossen, die Bundesliga-Rechte zurück zum Sender geholt und den Markennamen von Premiere in Sky geändert. Er musste aber auch Kritik für Preiserhöhungen einstecken, die Kundenzahl nach unten korrigieren und einsehen, dass es in Deutschland schwieriger ist als erwartet, neue Kunden zu gewinnen.
Große Pläne für Sky Deutschland
Lobende Worte findet Tellenbach für Williams' Nachfolger. Sullivan sei es gelungen, in Großbritannien, einem Markt mit starken Free-TV-Sendern, den Aufbau "eines populären Abonnement-Angebots, das inzwischen in einem Drittel der britischen Haushalte genutzt wird", in die Wege zu leiten.
"Es ist für mich sehr spannend, bei Sky an Bord zu kommen. Deutschland und Österreich besitzen ein für Pay-TV und HDTV bislang bei weitem noch nicht realisiertes Potenzial, das wir auf der nunmehr geschaffenen Grundlage weiter erschließen werden", so der neue, designierte Sky-Chef, der gebürtig aus Philadelphia stammt. Sein Ziel sei es, Sky "zu einem Unterhaltungsangebot von echtem Weltformat" auszubauen.

(Hayo Lücke)

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