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CES: Yahoo wirft sich ins Mediengeschäft

Konzernchefin Marissa Mayer stellte auf der Elektronik-Messe CES mehrere neue Initiativen vor, darunter Schwerpunkte für die digitale Berichterstattung auf der Yahoo-Webseite.

08.01.2014, 10:39 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Der Internetkonzern Yahoo setzt künftig - ähnlich wie AOL - verstärkt auf Medieninhalte. Konzernchefin Marissa Mayer stellte auf der Elektronik-Messe CES mehrere neue Initiativen vor, darunter Schwerpunkte für die digitale Berichterstattung auf der Yahoo-Webseite.

Yahoo setzt auf neue "Magazine"

Der Konzern nennt diese Themenschwerpunkte "Magazine". "Digitale Magazine sind ein Kernbestandteil unserer langfristigen Vision für Yahoos Mediengeschäft", sagte Mayer. Zwei erste Themen sind Essen und Technologie. Die Technologie-Sparte wird von David Pogue angeführt, einem ehemaligen Reporter der "New York Times".

Die Sparten sollen ohne traditionelle Werbebanner auskommen. Stattdessen ist die Werbung ähnlich wie die Geschichten aufgebaut und kann ebenso von Lesern im Internet weitergeteilt werden, sagte Mayer. Diese eingebaute Werbung wird bei Internetseiten immer beliebter. Sie ist aber umstritten, weil sie teilweise als regulärer Inhalt dargestellt wird. Das soll bei Yahoo anders sein: "Die Werbung ist klar gekennzeichnet", versprach Mayer.

Eine wichtige Rolle bei der Werbevermarktung soll Blog-Netzwerk Tumblr spielen, das Yahoo im vergangenen Mai für mehr als eine Milliarde Dollar gekauft hatte. Firmen können künftig über Yahoo Anzeigen auf dem Blogdienst buchen, kündigten Mayer und Tumblr-Chef David Karp an. Werbetreibende können so ihre Anzeigen speziell an bestimmte Nutzergruppen richten. Mehr als 800 Millionen Menschen nutzen nach Angaben der Firma weltweit Yahoo-Dienste.

Neben eigenen Berichten will Yahoo auch Material anderer Medien sammeln. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten soll zweimal täglich über eine neue App verschickt werden. Die Vorauswahl treffe dabei ein Algorithmus, die eigentlichen Artikel setze aber in der Regel eine Redaktion aus mehreren Quellen zusammen, erläuterte einer der wohl jüngsten Yahoo-Mitarbeiter, Nick D'Aloisio (18). Yahoo hatte im Frühjahr D'Aloisios App Summly für einen Millionenbetrag gekauft. Der neue Dienst basiert auf dem Summly-Programm.

(Hayo Lücke)

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