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CES: Lenovo mit Tablet, Laptops & 2-Kern-Netbook

Lenovo zeigt auf der CES noch einmal sein IdeaPad U1 Hybrid-Tablet, das zunächst in China starten soll. Außerdem gibt es jede Menge Notebook-Neuheiten, einen 3D All-in-One-PC mit Controller und mehr.

07.01.2011, 11:22 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Lenovo lässt sich die Gunst der Stunde zur Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ebenfalls nicht nehmen, um der Öffentlichkeit vorzustellen, welche Produktneuheiten in den Hallen des chinesischen Herstellers ausgetüftelt werden. Noch exotischer als die neuen Slider-Tablets von Asus und Samsung ist das Exemplar von Lenovo: das IdeaPad U1. Darüber hinaus präsentiert der PC-Hersteller jede Menge Notebook-News wie Business-Modelle, hübsche Blu-ray-Geräte und ein auffällig designtes Dual-Core-Netbook. All-in-one-PCs hat der Anbieter auch im Gepäck, natürlich mit 3D.

Lenovo auf der CES

  1. Lenovo ThinkPad-Notebooks
  2. Neue Lenovo IdeaPad-Notebooks
  3. Günstige Essential-Laptops und All-in-one-PCs

IdeaPad U1 kommt in China auf den Markt

Das IdeaPad U1 besteht aus zwei voneinander getrennt nutzbaren Rechnern – einem Tablet namens LePad Slate mit Android-Betriebssystem sowie Qualcomm Snapdragon Prozessor mit 1,3 Gigahertz und einem Mini-Notebook, aus dem die Tafel herausgenommen werden kann. Der Überbau mit Tastatur basiert auf einem Intel ULV Prozessor und ist mit Windows 7 Home Premium bestückt. Lenovo zeigte die Symbiose aus Tablet-PC und Laptop bereits auf der CES 2010 und versprach, dass das Produkt auch tatsächlich auf den Markt kommen wird. Bislang wartete die Kundschaft vergeblich auf das innovative Gerät, laut Lenovo soll der Tablet-Mix aber im ersten Quartal in China zu haben sein, wobei das LePad auch einzeln für etwa 520 Dollar verkauft wird. Komplett kostet es umgerechnet etwa 1.300 Dollar (1.000 Euro). Ein Marktstart für Europa steht der Nachrichtenagentur dpa zufolge noch nicht genau fest.

Lenovo-Manager Rory Read sagte laut dpa am Donnerstag in Las Vegas, dass der Marktanteil der portablen Geräte in wenigen Jahren rund 10 bis 15 Prozent vom gesamten PC-Markt ausmachen werde. Ähnlich wie bei den Netbooks werde es aber keine Kannibalisierung zu Lasten anderer Geräteklassen geben. "Wir befinden uns aber noch ganz am Anfang der Innovation." Das lässt auf weitere Lenovo Tablets hoffen.

Viele neue ThinkPads

Zudem stellt Lenovo Notebooks aus den Serien ThinkPad für Business-Anwender und IdeaPad für Privatkunden vor. Für die geschäftliche Nutzung steht mit dem ThinkPad X120e ein neues 11,6-Zoll-Subnotebook bereit, das als einziges ThinkPad-Modell auf AMD Vision Pro basiert. Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 6,5 Stunden, zeigt sich mit technischen Daten aber noch geizig. Es basiert auf Windows 7 Professional, soll einen HDMI-Ausgang mitbringen und wiegt nur 1,4 Kilogramm. Typisch für Business-Notebooks ist das ThinkPad X120e sowohl innen als auch außen matt.

Auch aus der ThinkPad-Serie mit dem bekannten, roten Trackpoint inmitten der Tastatur stammt das Edge E520, das allerdings auch mit hochglänzendem Gehäuse zu haben sein wird. Das 15,6-Zoll-Modell mit HD-Display integriert im Vergleich zu den Vorgängern eine überarbeitete Tastatur, die wieder spritzwassergeschützt ist, und wird in verschiedenen Konfigurationen angeboten. Als Maximum gibt Lenovo einen Intel Core i7 Prozessor, 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 500 GB Speicherplatz an. Wer schnelleres Booten von Windows 7 Professional bevorzugt, kann eine Ausführung mit Lenovo Enhanced Experience 2.0 wählen: Mit Hilfe einer SSD soll der Laptop dann binnen 10 Sekunden startklar sein. Dieses Feature ist auch für einige der nachfolgenden Laptops verfügbar.

Auch den Privatanwenderbereich stockt Lenovo um Business-Notebooks auf. Das IdeaPad V470 im 14-Zoll-Format und das V570 mit 15,6 Zoll großem Bildschirm verfügen über eine HD-Auflösung und Prozessoren aus der neuen Intel Sandy Bridge Generation bis hin zum Core i7. Je nach Konfiguration bieten die Notebooks auch eine Möglichkeit, um zwischen einer dedizierten und einer integrierten Grafiklösung umzuschalten. Ob von Nvidia oder AMD, lässt Lenovo offen. Für mehr Sicherheit sorgen ein Fingerabdruckleser und die Option, USB-Anschlüsse zu sperren. Optisch setzen die Laptops auf einen gebürstenen Metall-Look, eine mattschwarze Chiclet-Tastatur und dem Produktbild zufolge ein glänzendes Display.

Lenovo auf der CES

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  2. Neue Lenovo IdeaPad-Notebooks
  3. Günstige Essential-Laptops und All-in-one-PCs

Bunte Notebooks mit Blu-ray

Zu den weiteren neu vorgestellten IdeaPad-Notebooks gehört das Y560p mit Blu-ray-Laufwerk, Intel Sandy Bridge Prozessor und einer Grafikkarte bis hin zur ATI Mobility Radeon HD 6550 mit 1 GB Grafikspeicher. Wie sich an den Hardware-Zutaten schon ablesen lässt – hier geht es um Entertainment. Der 15,6-Zoll-Bildschirm verfügt daher über eine HD-Bepixelung im Breitformat, das Gehäuse über JBL Lautsprecher, auf die zum Beispiel auch das Dell XPS 15 (Test) setzt, und Sondertasten für die Steuerung von Multimedia-Inhalten. Die Geräte IdeaPad Z370 und Z570 mit 13,3- beziehungsweise 15,6-Zoll-Bildschirm sind ebenfalls auf Wunsch mit Blu-ray-Laufwerk zu haben, der Fokus liegt aber auf dem Aussehen. Die Intel Sandy Bridge Modelle kommen in den Farben Blau, Pink, Schwarz und Braun.

Subnotebook und Netbook

Das IdeaPad S205 tritt hingegen als Subnotebook auf verleibt sich AMD Hardware ein. Zum AMD E-350 Prozessor aus der neuen AMD Fusion APU-Serie gesellt sich maximal eine Radeon HD 6310M Grafikkarte mit 512 MB Speicher, während die Festplattenkapazität bei bis zu 750 GB liegt. Eine Besonderheit ist ein Schutzsystem, das die Festplatte im Falle eines Sturzes vor Schäden bewahrt.Im 11,6-Zoll-Format soll das Notebook mit dem außergewöhnlichen Muster auf der glänzenden Oberfläche 1,4 Kilogramm aufwärts wiegen, weitere Oberflächenmuster und Farben will Lenovo ebenfalls anbieten. Auch bei dieser Tastatur handelt es sich um ein Modell mit einzeln eingesetzten Tasten, was eine Reinigung vereinfacht.

Noch kleiner ist das IdeaPad S100 Netbook mit 10,1-Zoll-Display. Das 16 Millimeter flache und 1,1 Kilogramm leichte Modell basiert auf einem Intel Atom Dual-Core-Prozessor mit der Bezeichnung N570, der auf der Intel Website noch nicht zu finden ist. Grafikpartner ist wieder einmal ein Intel GMA 3150. Ansonsten bietet das knallrote, texturierte Netbook mit schwarzer Tastatur die üblichen Features, wie Bluetooth und WLAN 802.11 b/g/n. Eine Schnellstartfunktion, die den Nutzer auch ohne System-Boot ins Internet bringt, ist auch vorhanden.

Alle IdeaPad-Notebooks kommen mit Windows 7 Home Premium auf den Markt, Preise und Termine nannte Lenovo nicht.

Für preisbewusste Anwender will Lenovo neue Geräte aus der Essential-Serie mit Windows 7 Home Premium starten. Das 15,6 Zoll große Essential B570 soll sich für die berufliche Nutzung eignen und kleidet sich in schlichtes, mattes Schwarz. Verbaut sind neben einem Intel Core i7 Prozessor der neuesten Generation bis zu 1 Terabyte Speicherplatz sowie ein Fingerprint-Reader.

Lenovo auf der CES

  1. Lenovo ThinkPad-Notebooks
  2. Neue Lenovo IdeaPad-Notebooks
  3. Günstige Essential-Laptops und All-in-one-PCs

Das Pendant für den Alltag ist die Essential G-Serie im Hochglanz-Gehäuse, die auf Intel Sandy Bridge aktualisiert wird. Sieben neue Modelle mit Displaygrößen von 15,6 bis 17 Zoll sollen als Option für Standardaufgaben bereitstehen. Dennoch sind ein Intel Core i7, bis zu 8 GB DDR3-RAM, 1 Terabyte Festplattenspeicher und eine ATI Mobility Radeon HD 6370 mit Grafik-Umschaltfunktion verfügbar.

Komplett-Rechner für 3D-Fans

Zusätzlich hat Lenovo aus dem Desktop-Segment diverse Neuigkeiten zu verkünden. Der 21,5 Zoll große All-in-One IdeaCentre B320 versammelt in einem schwarz-silbernen Gehäuse einen Intel Core i5, bis zu 8 GB Arbeitsspeicher und zum Teil 2 Terabyte Speicherplatz. USB 3.0 ist ebenfalls mit von der Partie, optional zudem ein TV-Tuner. Auf den ersten Blick sehr ähnlich sieht der IdeaCentre B520 aus, der jedoch einen glänzenden Bildschirm spendiert. Der All-in-one-PC fällt mit 23 Zoll nicht nur größer aus, sondern ist auch mit einem stärkeren Core i7 Prozessor, der neuen Nvidia GeForce GT 555M sowie 16 GB RAM erhältlich und per Shutterbrille fit für den Genuss von 3D-Inhalten. Für Spieler enthält das Kraftpaket eine 3-in-1-Steuerung, die als Controller, Maus und Fernbedienung dient. Für einen schnelleren Systemstart kommt auch hier die SSD-Technik zum Einsatz, genauso beim neuen Standalone-PC IdeaCentre K330 mit AMD Grafikkarte.

In preislich niedrigeren Gewässern schwimmt der Essential C205 All-In-One im schwarzen oder weißen Hochglanz-Gehäuse mit AMD Fusion APU. Lenovo sieht das Gerät als Familien-PC, für eine leichte Steuerung sorgt ein 18,5 Zoll großer Touchscreen. Wer möchte, kann den PC auch mit TV-Tuner erwerben und als Fernseher nutzen. Einen neuen Desktop aus der Essential-Reihe gibt es mit dem H410, der mit Intel Prozessoren bis hin zum Core 2 Quad sowie einer ATI Radeon HD 5570, 4 GB RAM und einer Terabyte-Festplatte bestückt ist.

(Saskia Brintrup)

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