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CES: Gorilla Glass trotzt jetzt Bakterien und Pilzen

Corning hat seinem kratzfesten Gorilla Glass nun ionisiertes Silber hinzugefügt, das die Anhaftung von Mikrobiomen stark reduziert.

09.01.2014, 13:39 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Zur Elektronikmesse CES 2014 hat Corning ein Gorilla Glass vorgestellt, das antimikrobiell wirkt und Bakterien sowie Pilzen trotzt. Diese werden nicht komplett vernichtet, aber immerhin reduziert.

Fingerabdrücke fremder Menschen

Eine bessere Hygiene ist nicht nur für das eigene Smartphone wichtig, das ans Ohr gehalten wird oder in der Hand, das auf dem Tisch liegt oder in der Tasche. Auch Freunde greifen schon einmal nach dem eigenen Handy und spätestens an öffentlichen Automaten werden Glasflächen berührt, auf denen bereits die Fingerabdrücke fremder Menschen zu sehen sind.

Um diese Flächen zu reinigen, wurden bisher Desinfektionsmittel aufgetragen, die allerdings keinen permanenten Schutz bieten. Ob als Schaum oder wässrige Lösung aufgesprüht, nach einiger Zeit ist die antimikrobielle Wirkung verflogen. Corning hat seinem kratzfesten Gorilla Glass nun ionisiertes Silber hinzugefügt, das die Anhaftung von Mikrobiomen stark reduziert – auf Dauer.

Corning hat im Rahmen der CES auch angekündigt, in Kürze mit der Produktion von Gorilla Glass in gebogener Form zu beginnen. Noch in diesem Jahr sollen sie an die ersten Smartphone-Hersteller ausgeliefert werden. Die bereits mit einem gebogenen Display erhältlichen Geräte wurden mit einer Kunststoffschicht überzogen, nicht mit kratzfestem Glas.

(Peter Giesecke)

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