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CES: AMD stellt Fusion APUs und 6000M-Serie vor

Vor dem offiziellen Start der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat AMD die neue CPU-Generation mit integrierter DirectX-11-Grafik sowie neue Notebook-Grafikchips vorgestellt.

04.01.2011, 14:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Im Vorfeld der am 6. Januar startenden Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat der Prozessor-Hersteller AMD seine neue CPU-Generation sowie neue Laptop-Grafikkarten angekündigt. Konkurrent Intel stellt seine neuen Sandy Bridge Prozessoren am Mittwoch in einer Pressekonferenz vor.

CPU + GPU = APU

Die neuen AMD Fusion Prozessoren stellen dem Unternehmen zufolge den größten Fortschritt seit der Einführung der x86-Architektur dar. Sie kommen als Accelerated Processing Unit (APU) auf den Markt: Sie kombinieren eine CPU mit einer DirectX-11-fähigen Grafikeinheit, die vor allem HD-Inhalte beschleunigen soll. Da nicht nur Desktop-, sondern auch auch Mobilvarianten der Prozessoren bereitstehen, dürfte das insbesondere Filmaffine Laptop-Nutzer interessieren, die hochlauflösende Videos ruckelfrei abspielen können sollen. Die mobilen Anwender will AMD außerdem mit einer langen Akkulaufzeit locken. Nachdem Notebooks mit Intel Prozessoren schon länger Laufzeiten von 8 Stunden und mehr erreichen, sollen die neuen AMD APUs ebenfalls einen ganzen Arbeitstag überstehen. AMD hat hierzu die energiesparenden Serien E und C (Zacate und Ontario) auf Basis des seit 2003 ersten neuen x86-Kerns mit dem Codenamen Bobcat entwickelt, die zunächst jeweils zwei Prozessoren umfassen.

Ontario und Zacate für längere Laufzeiten

Die E-Prozessoren E-350 und E-240 mit 1,6 beziehungsweise 1,5 Gigahertz (GHz) für Mainstream-Notebooks, kleine Desktops und All-in-one-Systeme verfügen über einen Grafiktakt von 500 Megahertz (MHz) und werden mit einer Thermal Design Power (TDP) von 18 Watt angegeben. Die C-Reihe soll Netbooks antreiben und teilt sich in den C-50 mit 1,0 GHz und den C-30 mit 1,2 GHz auf, wobei der Takt des Grafikprozessors bei 280 MHz liegt. Die TDP der beiden Energiesparer liegt bei nur 9 Watt und nähert sich somit an die Intel Atom Reihe an. Dass eine Akkulaufzeit von mehr als 8 Stunden möglich ist, hat AMD eigenen Angaben zufolge zum Beispiel mit einem 11,6-Zoll-System mit dem Dual-Core-Prozessor E-350 nachgemessen, das im Leerlauf knapp 11 und und im aktiven Zustand rund 4,5 Stunden durchgehalten haben soll.

Die im 32-Nanometer-Prozess gefertigte A-Serie (Llano) soll sich stattdessen auf mehr Leistung konzentrieren und den Performance- sowie Mainstream-Bereich mit Prozessoren mit bis zu vier Kernen ausstatten. Die ersten Desktop-PCs, Notebooks und auch kleine Laptops mit E- und C-CPUs sollen bald erhältlich sein, Tablet-PCs und Embedded-Geräte folgen laut AMD im weiteren Verlauf des ersten Quartals. Die A-Serie lässt etwas länger auf sich warten, die Auslieferung an die Computer-Hersteller ist aber in der ersten Jahreshälfte geplant, sodass die ersten Produkte ab Mitte 2011 zu erwarten sind.

Die neue mobile Grafikkarten-Generation AMD Radeon HD 6000M folgt auf die 5000er-Serie, die bereits die DirectX-11-Unterstützung einführte. Zu den Haupt-Features zählen AMD HD3D für stereoskopische 3D-Darstellungen von Spielen, Filmen oder Fotos sowie Eyefinity für die Ausgabe auf bis zu sechs Monitoren. Die Grafikkartenserie deckt alle Bereiche ab, von den HD 6300M Einsteiger-Chips mit 80 Stream-Prozessoren bis hin zur starken 6900M mit 960 Stream-Prozessoren. Die ersten Notebooks mit den neuen Chips können auf der CES begutachten werden.

(Saskia Brintrup)

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