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cellity mischt den Mobilfunkmarkt auf

Über eine kleine Software wird vor jedem Gespräch ermittelt, ob das Telefonat über den eigenen Mobilfunkvertrag oder den cellity-Server günstiger zu führen ist. Die Macher versprechen enormes Sparpotenzial.

09.02.2007, 10:51 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Ab sofort können deutsche Mobilfunkkunden – egal ob Prepaid- oder Vertragskunde - über ein neues Angebot ihre Handykosten zum Teil deutlich senken. Möglich macht es eine kleine Software namens cellity, die auf Symbian- und javafähigen Handys eingesetzt werden kann. Wie die cellity mit Sitz in Hamburg bekannt gab, startet heute die öffentliche Beta-Version des Angebotes.
Die Entwickler versprechen eine einfache Nutzung ihrer etwa 80 Kilobyte großen Software. Um das Programm zu erhalten, ist unter www.cellity.com eine Registrierung notwendig. Dort muss neben persönlichen Angaben das eigene Handymodell und der bisherige Mobilfunktarif ausgewählt werden.
Kostenlose Software
Nach einer Verifizierung per SMS und E-Mail, erhält der angehende cellity-Nutzer eine weitere Kurzmitteilung mit einem Download-Link. Über eine GPRS-Verbindung kann die Software dann auf das Handy geladen werden. Während das kleine Programm selbst kostenlos ist, sind für die GPRS-Verbindung die laut Mobilfunkvertrag vereinbarten GPRS-Preise zu zahlen.
Wurde das cellity-Programm auf dem Handy gestartet, prüft die Software automatisch, ob der eigene oder der cellity-Tarif günstiger ist. Sollte das cellity-Angebot günstiger sein, wählt das Handy sich auf dem cellity-Server ein. Verlangt der Mobilfunktarif des Nutzers weniger, wird die Software nicht aktiv. Die Verbindung wird dann über den bestehenden Anbieter hergestellt.
Doch was kosten die cellity-Verbindungen eigentlich? Um diese Frage genau beantworten zu können, muss etwas weiter ausgeholt werden.
Was kostet's?

Ermittelt die Software, dass ein Gespräch über cellity günstiger ist, wird - wie bereits erwähnt - eine Verbindung zum cellity-Server hergestellt. Bei einem ersten Test unserer Redaktion wurde hierzu ein Anruf zu einer Festnetznummer in Frankfurt aufgebaut. Diese Verbindung kostet je nach gewähltem Mobilfunktarif zwischen 0 (Flatrate) und 19 Cent pro Minute und wird über den vom Kunden genutzten Mobilfunkanbieter abgerechnet. Ausnahme: Werden für diese Festnetzverbindung laut vereinbartem Tarif mehr als 19 Cent fällig, wählt die cellity-Software eine 0800-Nummer an, die zwar nicht vom gewählten Mobilfunkanbieter, jedoch von cellity selber mit 19 Cent pro Minute abgerechnet wird.
Hinzu kommen die eigentlichen Minutenpreise. Für Telefonate in das deutsche Festnetz berechnet cellity 3 Cent pro Minute, zu deutschen Mobilfunkanschlüssen werden pro Minute 15 Cent fällig. Ins Ausland kann ab 9 Cent pro Minute telefoniert werden – jeweils bei Abrechnung im 60/1-Takt. Das heißt, der maximale Minutenpreis liegt bei Anrufen über cellity bei 34 Cent. Insbesondere für Kunden, die für netzübergreifende Gespräche über ihren eigentlichen Mobilfunktarif zum Teil 59 oder 69 Cent pro Minute zahlen müssen, ergibt sich also ein echter Sparvorteil.
Startguthaben sichern
Abgerechnet werden alle Gespräche über ein Prepaid-Konto, dessen aktuelles Guthaben über die cellity-Homepage eingesehen werden kann. Bei einer Anmeldung werden aktuell 50 Cent Startguthaben verschenkt, eine Grundgebühr, ein monatlicher Mindestumsatz oder eine Mindestvertragslaufzeit gibt es erfreulicherweise nicht.
In Zukunft will cellity seine Software auch für BlackBerry- und Windows Mobile-Endgeräte anbieten. Außerdem wird bereits an einer Roaming-Lösung gearbeitet, die günstige Telefonate aus dem Ausland nach Deutschland ermöglichen soll.

(Hayo Lücke)

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