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Burnout-Falle: Smartphones stressen Manager

Burnout durch Dauerstress: Vielen Managern gelingt es nicht, den "Aus"-Knopf ihres Smartphones zu drücken. Fachleute schlagen bereits Alarm – denn Freizeit und Regeneration werden dadurch gemindert. Mehrere Unternehmen starten daher ein Schutzprogramm: Sie "zwingen" Mitarbeiter zum Feierabend.

13.02.2013, 09:31 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Kaum zu Hause, schon klingelt das Handy: Alltag für viele Führungskräfte. Aber auch Manager und Abteilungsleiter brauchen einmal freie Zeit für Couch und Erholung. Fachleute fordern daher, öfter einmal rigoros den Aus-Knopf zu drücken.

35 Prozent unter Dauer-Stress

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Mercer und der Technischen Universität München, sind 86 Prozent der Führungskräfte in Deutschland ständig per Smartphone erreichbar. Fast alle der rund 150 befragten Führungskräfte erklärten, dass sie sich zumindest zeitweise stärker gestresst fühlen als vor der Mobilfunk-Revolution. Über ein Drittel spürt diese Mehrbelastung sogar häufig oder jederzeit. Selbst im Urlaub bleibt bei der großen Mehrheit das Telefon in Reichweite: 84 Prozent sind auch in dieser Zeit für Kollegen und Kunden ansprechbar.

In noch verschärfter Form gilt dies ebenfalls für den Feierabend: Lediglich 2 Prozent der Manager gaben an, sie seien nach dem Ende der regulären Arbeitszeit für Kollegen oder Geschäftspartner nicht mehr zu erreichen und beantworteten auch keine arbeitsrelevanten E-Mails. Ein wichtiger Faktor bei der Vermischung von Arbeitswelt und Freizeit ist dabei offenbar nicht zuletzt das Smartphone: Laut Studie haben 70 Prozent der Befragten für berufliche und private Zwecke das gleiche Gerät im Einsatz.

(Dorothee Monreal)

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