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Bundesverkehrsminister Dobrindt fordert Internet in allen Zügen

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesverkehrsminister und zuständig für die digitale Infrastruktur, drängt die Deutsche Bahn in einem Gastbeitrag in der "FAZ" zu einem Modernisierungsschub. Breitbandtechnik müsse in allen Zügen verfügbar sein.

28.01.2014, 13:26 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Alexander Dobrindt (CSU) ist erst seit dem 17. Dezember im neuen Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten. In seinem Amt als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur drückt der aus Bayern stammende Politiker seitdem aber gleich an mehreren Fronten aufs Tempo. Mit der von ihm Mitte Januar angekündigten "Netzallianz Digitales Deutschland" will er die Bundesrepublik in der Informationstechnologie an die Weltspitze bringen. Anfang März, noch vor dem Start der IT-Messe CeBIT, plant Dobrindt einen Netzgipfel für schnelleres Internet. Nun gerät die Deutsche Bahn und deren Ausstattung mit Internet in den Fokus des Verkehrsministers. "Die Bahn braucht in den nächsten Jahren einen weiteren Modernisierungsschub", schreibt Dobrindt in einem aktuellen Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Breitbandzugänge in allen Zügen

Die Hälfte der deutschen Personenbahnhöfe sei bereits modernisiert worden, der Bund habe die Maßnahmen mit rund 400 Millionen Euro unterstützt. Mit der schrittweisen Ausstattung der Bahnhöfe mit WLAN sei die Deutsche Bahn auf dem richtigen Weg. Doch das Internet soll auch unterwegs für die Reisenden verfügbar sein, die Bahn fit für die Zukunft werden. "Sie kann das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden, wenn die digitale Welt Einzug in alle Züge erhält und Breitbandtechnik nutzbar ist", erklärt Dobrindt. Bislang finden sich Internetzugänge per WLAN in der Regel nur in ICE-Fernzügen. Im vergangenen Sommer kündigte die Bahn den Start von WLAN auf mehr ICE-Strecken an.

Verbesserungsbedarf sieht der Verkehrsminister zudem bei der Produktion und der Zulassung neuer Züge. Hier sei mehr Dynamik erforderlich. "Wir werden Gesetze auf den Weg bringen, um die Zulassung neuer Züge zu beschleunigen", so die Ankündigung von Dobrindt.

Dobrindt drängt zu mehr Lärmschutz

Auch ratternde Uralt-Güterwaggons sollen möglichst rasch aus den Flotten verschwinden bzw. auf moderne, leisere Technik umgerüstet werden. "Ich appelliere an die Unternehmen, ihre Flotten zügig umzurüsten. Wir unterstützen diese Umrüstung finanziell", verspricht der Minister. Und schiebt gleich eine Warnung hinterher: " Aber wer bis 2020 nicht auf lärmmindernde Technik umgerüstet hat, wird dann das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen."

(Jörg Schamberg)

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