Ausbau von Highspeed-Netzen

Bundesregierung will Glasfaserkabel für schnelles Internet entlang von Fernstraßen

Beim Neubau oder der Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen sollen nach Plänen der Bundesregierung künftig Glasfaserkabel mitverlegt werden, um den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen zu beschleunigen. Laut "Süddeutscher Zeitung" werde das Bundeskabinett bereits am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschieden.

Jörg Schamberg, 27.01.2016, 10:05 Uhr (Quelle: DPA)
AutobahnDie Bundesregierung drängt auf die Mitverlegung von Glasfaserkabeln entlang von Fernstraßen.© Christian-P. Worring / Fotolia.com

Berlin - Die Bundesregierung will beim Neubau oder der Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen in Zukunft Glasfaserkabel für schnelles Internet mitverlegen lassen. Das Bundeskabinett soll nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verabschieden. Damit wolle die Regierung den Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze beschleunigen.

Verlegung von Glasfaserleitungen auch bei Erschließung von Neubaugebieten

Gleiches gelte für die Erschließung von Neubaugebieten. Auch öffentliche Versorgungsnetzbetreiber müssten ihre bestehende und geplante Infrastruktur den Angaben zufolge für den Breitbandausbau öffnen. "Unzählige Straßen im Land müssen nicht mehr doppelt aufgerissen werden", sagte Dobrindt nach Angaben der Zeitung.

In vielen ländlichen Regionen klagen Bürger und Unternehmen über zu langsame Internetverbindungen. Dobrindt hatte im Vorjahr eine Milliarden-Förderung des Bundes für den Ausbau des schnellen Internets bis in dünn besiedelte Gebiete angekündigt. Ziel der Bundesregierung sind Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde flächendeckend bis 2018. Bundesweit waren solche schnellen Zugänge zuletzt für fast 70 Prozent der Haushalte möglich.

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