Förderprogramm beschlossen

Bundesregierung will elektronischen Personalausweis pushen

Seit 2010 wurde der elektronische Personalausweis bereits an 45 Millionen Bürger ausgegeben. Die Online-Funktion ist aber offenbar nur bei einem Drittel aktiviert. Die Bundesregierung will mit einem Förderprogramm eine bessere Nutzung erreichen.

Jörg Schamberg, 09.12.2016, 15:30 Uhr (Quelle: DPA)
Elektronischer Personalausweis (Muster)Der neue Personalausweis bietet auch eine Online-Funktion, die bislang aber noch wenig genutzt wird.© Bundesministerium des Inneren

Berlin - Die Möglichkeiten des elektronischen Personalausweises sollen nach dem Willen der Bundesregierung besser genutzt werden. Dazu beschloss das Kabinett am Freitag ein entsprechendes Förderprogramm. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert erläuterte, soll der Ausweis unter anderem die Kommunikation im Internet sicherer machen.

Elektronischer Personalausweis: Nur ein Drittel der Nutzer hat Online-Funktion aktiviert

Nach den Worten eines Sprechers des Innenministeriums ist der Ausweis seit 2010 bereits an 45 Millionen Bürger ausgegeben worden. Aber schätzungsweise nur ein Drittel hätten die Online-Funktion aktiviert, um sich damit auch im Internet ausweisen zu können. Hier würde man sich noch mehr Akzeptanz wünschen. Sogar nur vier Prozent hätten wiederum auch das für den Einsatz benötigte Kartenlesegerät, heißt es in einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS.

Immer mehr Behörden bieten Dienste online an

In der Einführungsphase hätten insbesondere Versicherungen, darunter die Deutsche Rentenversicherung, die Integration der Online-Ausweise forciert, so das Ministerium. Der Handel habe zunächst abwarten wollen, bis eine größere Anzahl potenzieller Nutzer die Investition in die neue Technologie rechtfertigt. Immer mehr Verwaltungen böten derweil bereits online ihre Dienste an. Das Ministerium verweist auf Online-Behördengänge bei Steuern, im Meldewesen oder für die Beantragung von BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz).

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang