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Bundesregierung will Breitband pushen

Derzeit sind lediglich 18 Prozent der deutschen Haushalte über einen Breitbandanschluss online. Bis zum Jahr 2010 sollen es mindestens 50 Prozent sein.

20.07.2005, 15:20 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Deutschland hinkt bei der Zukunftstechnologie Breitband hinterher. Lediglich 18 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügten über einen Breitbandanschluss - deutlich weniger als in vielen anderen Industriestaaten, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium heute in Berlin.
Firmen nutzen Breitband
Von den mittelständischen Unternehmen mit Internetanschluss nutzen derzeit nur 55 Prozent Breitbandtechnologien. Dazu gehören neben DSL für den schnellen Internetzugang über herkömmliche Telefonleitungen auch der drahtlose Internetzugang über Funk mit WLAN- und WiMAX-Technik sowie das Digitalfernsehen DVB-T.
"Breitband ist ein Zukunftsmarkt", erklärte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Mit neuen Informationsangeboten wolle die Bundesregierung nun die Verbreitung des Hochgeschwindigkeitsinternets ankurbeln: Unter der Adresse www.zukunft-breitband.de erhält der Besucher neben Erläuterungen zu allen wichtigen Breitband-Techniken auch Informationen über ihre Verbreitung in Deutschland. Wichtigstes Service-Angebot hierzu ist ein so genannter Breitband-Atlas, der die Versorgung auf Gemeindeebene darstellt.
Breitband für alle
Bundesregierung und Wirtschaft hatten sich im März auf eine Breitband-Offensive geeinigt. Kernziel ist, dass vor 2010 mindestens 50 Prozent aller Privathaushalte die Zukunftstechnologie nutzen. Nach Schätzung der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD wird Breitband bis zum Jahr 2011 mit einem Drittel zum Produktivitätszuwachs in den Industrieländern beitragen.

(Hayo Lücke)

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