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Bundesregierung setzt Obermann unter Druck

Laut eines Berichts des "Handelsblatt" drängt die Regierung auf ein baldiges Ende des Streiks bei der Deutschen Telekom.

25.05.2007, 08:30 Uhr
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Im Streik bei der Deutschen Telekom drängt die Bundesregierung laut einem Zeitungsbericht bei Unternehmenschef René Obermann auf ein baldiges Ende des Arbeitskampfs.
Baldige Lösung angestrebt
"In den nächsten Tagen" solle möglichst klar sein, wie der Streik gegen schlechtere Arbeitsbedingungen der Service-Mitarbeiter beendet werden könne, berichtete das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf ungenannt gebliebene Regierungskreise. Gleichzeitig erwarte der Bund als größter Aktionär, dass auch die angekündigten Sparziele weitgehend erreicht würden. Obermann kommt dabei auch persönlich unter Druck. Er müsse diesen Konflikt "mit Gesichtswahrung lösen", sonst sei er "kaum zu halten", zitierte die Zeitung aus den Regierungskreisen.
Obermann muss "antizyklisch handeln"
Die Bundesregierung sei sich der schwierigen Situation bewusst. Angesichts des kräftigen allgemeinen Wirtschaftswachstums und milliardenschwerer Dividendenausschüttungen seien Gehaltskürzungen bei den eigenen Mitarbeitern "schwer zu kommunizieren". Dennoch müsse Obermann jetzt "antizyklisch handeln", um die Sanierung des einstigen Staatsunternehmen voranzutreiben.
Seit zwei Wochen streiken bis zu 16.000 Mitarbeiter der Telekom gegen Pläne des Unternehmens, zum 1. Juli etwa 50.000 Beschäftigte in Servicegesellschaften auszugliedern, um sie dort bei schlechterer Bezahlung länger arbeiten zu lassen. Dadurch gibt es immer wieder Beeinträchtigungen im Kundendienst zu Lasten der Kunden.

(Hayo Lücke)

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