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Bundesregierung setzt auf Top-Level-Domains

Mit dem Antrag "Weiterentwicklung des Adressraums im Internet" wollend die Koalitionsfraktionen neue Top-Level-Domains wie ".nrw" oder ".bayern" durchsetzen. Ferner ist besserer Datenschutz der "Whois"-Domaindaten vorgesehen.

08.03.2007, 09:48 Uhr
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Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU wollen sich für die Einrichtung von neuen Top-Level-Domains im Internet und einen besseren Schutz von Domaindaten einsetzen. Ein entsprechender Antrag namens "Weiterentwicklung des Adressraums im Internet" wurde von den Fraktionen bereits beschlossen.
Bundesregierung wird aktiv
Nach Worten des medienpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Jörg Tauss, soll sich die Bundesregierung international im Governmental Advisory Committee (GAC) der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) für den Antrag einsetzen. Ein Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion sagte der Redaktion aber am Mittwochnachmittag, dass eine Verschiebung der für diese Woche geplanten ersten Lesung nicht ausgeschlossen ist.
Die Neuentwicklung im Domain Name System hat eine langfristige Bedeutung für die Bundesländer, Städte, Gemeinden und Regionen. Durch die Einführung der neuen Domainnamen sollen in erster Linie regionale und urbane Gemeinschaften gestärkt werden. Dabei geht es in erster Linie um neue Top-Level-Domains wie ".bayern", ".nrw" oder ".berlin".
Kommt bald ".köln"?
Zusätzlich soll die Bundesregierung für eine Flexibilisierung des Zeichensatzes für das Domain Namen System durch so genannte Internationalized Domain Names (IDNs = Umlaute und andere Sonderzeichen) bei Top-Level-Domains wie etwa ".köln" einsetzen.
Wenn der Antrag bis dahin vom Bundestag verabschiedet ist, kann die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) auf ihrer nächsten Tagung vom 26. März bis 30. März in Lissabon über den Antrag entscheiden.
Datenschutz für "Whois"-Daten
Zusätzlich will die Koalition thematisieren, dass das Speicher- und Weitergabesystem von "Whois"-Daten schnell weiterentwickelt wird. Damit sollen personenbezogene Daten wirksamer vor Missbrauch geschützt werden. Die Daten geben beispielsweise Auskunft über den Inhaber einer Domain sowie den administrativen und technischen Ansprechpartner.

(Stefan Hagedorn)

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